BDH veröffentlicht Marktzahlen

Der BDH registrierte enorme Zuwächse beim Verkauf von Holzheizungen, Wärmepumpen und Solarthermieanlagen. Der Gesamtabsatz von Heizkesseln war hingegen rückläufig.<br/>
Grafik: BDH
Der BDH registrierte enorme Zuwächse beim Verkauf von Holzheizungen, Wärmepumpen und Solarthermieanlagen. Der Gesamtabsatz von Heizkesseln war hingegen rückläufig.
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»Wir befinden uns in einem massiven Strukturwandel«, sagt Geschäftsführer Andreas Lücke zu den Zahlen. Bis zum Jahr 2015 sollen in 80 % aller Investitionsfälle erneuerbare Energien einbezogen werden. Das könne zum Beispiel beim Austausch eines alten Heizkessels geschehen. Bei derzeit rund 17 Millionen Heizkesseln in Deutschland ergebe sich ein riesiges Potential. Bis 2015 könnte es demnach rund 600.000 neue Heizungsanlagen in Deutschland geben, die mit regenerativer Technik arbeiten. Von 2005 zu 2006 war der Sprung aber noch nicht allzu groß. 2005 nutzten lediglich 8 % der neuen Heizungsanlagen regenerative Technik, 2006 waren es 14,3 %.

Damit führt der Verband, der traditionell auf fossile Brennstoffe setzt, seine neue Stoßrichtung fort, die er 2005 eingeläutet hatte. Insgesamt 3 % des Jahresumsatzes von 11 Mrd. € im Jahr 2006 sollen künftig für Forschung und Entwicklung ausgegeben werden. Das sind rund 350 Mio. €. Auf das Feld der erneuerbaren Energien soll ein Großteil dieses Geldes entfallen. Durch Effizienzsteigerung von 20 % bei Heizungsanlagen sowie dem Einsatz von erneuerbaren Energien könnten bis zum Jahr 2020 insgesamt 30 % fossile Brennstoffe eingespart werden.

Deutsche Heiztechnik sei auch im Ausland sehr gefragt, wie das vergangene Jahr gezeigt habe: Der Vertrieb von Brennwertheizungen wuchs in Frankreich um 65 %, in Großbritannien um 40 %. Grundlage für dieses internationale Wachstum, sind neue gesetzliche Regelungen, die den Einsatz von effizienteren Heizungen vorschreiben. Die deutsche Industrie hat europaweit einen Marktanteil von rund 90 % und gehört laut Klaus Jesse, Präsident des BDH, deshalb zu den Gewinnern dieses Wachstums.

Einem Wärmegesetz, das auf Öl- und Gasheizungen verbrauchabhängig eine Abgabe zwischen 1 und 2 Ct/kWh erhebt, steht der Verband weiterhin ablehnend gegenüber. Der bürokratische Aufwand ist aus seiner Sicht zu hoch.