Caterva: Sanierung im Eigenverwaltungsverfahren

Caterva macht in Eigenverwaltung weiter und sucht Investoren. (Foto: Caterva)
Caterva macht in Eigenverwaltung weiter und sucht Investoren. (Foto: Caterva)
03.01.2018

Speicher-Spezialist Caterva beim Amtsgericht München einen Antrag auf Eigenverwaltung gestellt, dem am 22. Dezember 2017 entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet wurde. Das Unternehmen wird sich nun neu ordnen und will die Restrukturierungsphase zudem nutzen, um neue Investoren zu gewinnen. Laut einer aktuellen Pressemitteilung des Unternehmens steht Caterva steht bereits in Verhandlungen mit potenziellen Partnern.

Neue Gesellschafter sollen helfen, die jetzt erforderlichen Investitionen zu leisten, damit Caterva den Ausbau des Geschäftsmodells schnell und zielgerichtet umsetzen kann. Zum Geschäftserfolg soll außerdem eine dritte Generation des Stromspeichers Caterva-Sonne beitragen – eine deutlich kompaktere Geräteversion, die kurz vor ihrer Markteinführung stehen soll.
Caterva-Geschäftsführer Markus Brehler: „Die Restrukturierung im Rahmen der Eigenverwaltung eröffnet neue Chancen – für uns bei Caterva und für neue Gesellschafter, die am weltweit wachsenden Stromspeicher-Markt und an unserem Know-how zur Speichervernetzung und zum Speichermanagement partizipieren möchten.“ Für die Kunden der Caterva GmbH ergibt sich im Rahmen des vorläufigen Eigenverwaltungsverfahrens keine wesentliche Änderung, die Verträge werden zunächst unverändert fortgeführt. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind zunächst gesichert.

Während der Restrukturierungs- und Sanierungsphase wird Dr. Carlos Mack kurzfristig die Geschäftsführung der Caterva GmbH als Generalbevollmächtigter unterstützen. Das Management wird durch Rechtsanwalt Christian Knittel, Partner der im sanierungsrechtlichen Bereich renommierten, überregionalen Kanzlei Brinkmann & Partner, beraten. Als vorläufigen Sachwalter hat das Amtsgericht den erfahrenen Restrukturierungs- und Sanierungsexperten  Rechtsanwalt Dr. Christian Gerloff bestellt.

Die im Jahr 2013 gegründete Caterva GmbH bietet mit der „Caterva-Sonne“ einen Stromspeicher, der sich mit anderen zu einem virtuellen Großspeicher vernetzen lässt. Dessen Bewirtschaftung ermöglicht Zusatzfunktionen (z. B. Netzstabilisierung) und ermöglicht damit zusätzliche Erlöse. Caterva ist das weltweit erste Unternehmen, das für die Bereitstellung von Primäregelleistung zur Netzstabilisierung aus haushaltsgroßen, verteilt aufgestellten Stromspeichern zugelassen wurde.

Buddensiek / Caterva