Schweizer Bildungsgipfel für die Energiewende

Prof. Matthias Rommel zur Ausbildung von Solar-Ingenieuren. (Foto: Helvetic Ener
Prof. Matthias Rommel zur Ausbildung von Solar-Ingenieuren. (Foto: Helvetic Ener

Die Schweiz steigt aus der Atomkraft aus und legt unter dem Stichwort Energiestrategie 2050 die Rahmenbedingungen dafür fest. Der Schweizer Solarspezialist Helvetic Energy veranstaltete Ende September einen Bildungsgipfel der Solarbranche. Die braucht für die Energiewende vor allem eins: Fachkräfte.

Dass die Schweiz die Energiewende will, ist inzwischen klar. Über das wie und wann wird in der Alpenrepublik hingegen genauso gestritten, wie überall sonst auch. Eine grundsätzliche Stoßrichtung ist aber schon heute klar. Die Energiestrategie 2050 sieht vor, dass der Anteil erneuerbarer Energien steigen soll und fossile Kraftwerke nur noch nach einer bestandenen Notwendigkeitsprüfung gebaut werden dürfen.

Gute Solarressourcen in der Schweiz

Bei der alpinen Energiewende soll auch die Solarenergie eine wichtige Rolle spielen. Die Einstrahlung in der Schweiz ist zum Beispiel höher als in Deutschland. Ein Positivbeispiel bei der Ausbildung von Fachkräften präsentierte Matthias Rommel, Leiter des Instituts für Solarenergie SPF und Professor an der Hochschule für Technik Rapperswil. Rommel referierte auf dem Bildungsgipfel über die Ausbildung von Ingenieuren am Beispiel der HSR Rapperswil auf. Dort wurde vor drei Jahren der Studiengang „Erneuerbare Energien und Umwelttechnik“, ins Leben gerufen, an dessen Aufbau er selbst maßgeblich beteiligt war. Als größte Anforderungen an die Ingenieure dieses Bereichs sah er breites Wissen und vernetzte Denken.

Stabile Bedingungen gefordert

Wie sich auf der anschließenden Podiumsdiskussion zeigte, leidet die Solarbranche in der Schweiz unter einem Imageproblem der handwerklichen Berufe. Andere Probleme dagegen kennt man auch aus anderen Ländern. So beklagten sich Referenten und Publikum über ständig ändernde politische Rahmenbedingungen, die Investoren und Kunden verunsichern würden.

An der Podiumsdiskussion nahmen teil: Ursula Schwaller, Architektin, Baubiologin und Weltmeisterin im Handcycling, Daniel Brunner, Leiter Dienst Aus- und Weiterbildung von Energie Schweiz, David Stickelberger, Geschäftsleiter des schweizerischen Fachverbandes für Sonnenenergie Swissolar, sowie Thomas Feurer, Stadtpräsident von Schaffhausen. Moderiert wurde die Diskussion von Matthias Wipf.

Jan Gesthuizen

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