Hannover baut dichtestes Ladenetz für E-Mobile

Hannover soll 600 Ladepunkte bekommen (Foto: iStock)
Hannover soll 600 Ladepunkte bekommen (Foto: iStock)
11.12.2017

Mit 600 öffentlich zugänglichen neuen Ladepunkten will Hannover das dichtestes Ladenetz Deutschlands aufbauen und dafür mehr als 10 Millionen Euro ausgeben.

In den nächsten drei Jahren soll in der niedersächsischen Landeshauptstadt das bundesweit dichteste Ladenetz für Elektromobile entstehen. Dafür werden die hannoverschen Stadtwerke enercity nach eigenen Angaben mehr als 10 Mio. Euro investieren investieren. 7,5 Mio. Euro werden hierfür aus dem enercity-Fonds „proKlima“ in diesen Ausbau umgeleitet. Ein enercity-Team aus über 40 Mitarbeitern soll dafür sorgen, dass Netzanschlüsse entstehen, Ladesäulen gebaut werden und den enercity-Kunden praktikable Lösungen angeboten werden, um auf Elektromobilität umzusteigen.

Mit dem Ausbauprogramm für rund 600 neue Ladepunkte will enercity im Großraum Hannover eine hohe Ladesäulendichte erzielen. Gemessen an der Einwohnerzahl werden damit in Hannover mit 9 bis 10 Ladepunkten pro 10.000 Einwohner mehr Lademöglichkeiten entstehen als in den derzeit führenden deutschen Großstädten Stuttgart (6 Ladepunkte/10.000 Einwohner), Hamburg und Berlin (je 2 Ladepunkte/10.000 Einwohner).

Um das ehrgeizige Ziel zu erreichen, setzt enercity vorrangig auf den öffentlich zugänglichen Raum und lädt alle interessierten Unternehmen mit Grundstücken, die für Ladesäulen geeignet sind, ein, sich an dem Programm zu beteiligen. Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok freut sich über einen willkommenen Effekt für seine Stadt, der wegen häufiger Überschreitung der Stickoxid-Werte Fahrverbote für Diesel drohen: „Mehr Elektromobilität heißt weniger Lärm, weniger Stickoxide und damit bessere Luft – ein Gewinn für alle Bürgerinnen und Bürger.“

Aber auch enercity denkt dabei an eigene Interessen: „E-Mobilität ist ein Geschäftsfeld, auf das wir in Zukunft stark setzen, weil wir unsere Kunden auf dem Weg in die elektromobile Zukunft begleiten wollen“, sagt enercity-Vorstandsvorsitzende Susanna Zapreva.

Volker Buddensiek