MT-Energie nimmt Großanlage zur Biogasaufbereitung in Betrieb

Die Anlage hat eine Kapazität von 600 m³/h in Norm. Nach Unternehmensangaben ist das Verfahren zuvor mittels einer Technikumsanlage getestet worden. Zwölf Monate lang soll sie konstant überzeugende Werte geliefert haben: über 98 % Methangehalt und weniger als 0,1 % Methanschlupf.
Zum Markteintritt Ende November sollen die Aufbereitungstechnik und die dokumentierten Werte des laufenden Betriebes interessierten Kundengruppen bei einer zentralen Veranstaltung präsentiert werden. Dazu will MT-Energie eine Fachveranstaltung mit einer Anlagenbesichtigung und verschiedenen technischen und betriebswirtschaftlichen Vorträgen durchführen.
MT-Energie wurde 1995 gegründet und hat inzwischen 200 Mitarbeiter. Neben der Aufbereitung von Biogas vertreibt das Unternehmen schlüsselfertige Biogasanlagen, unterstützt ihre Kunden beim Betrieb der Anlagen und stellt Spezialkomponenten wie Tragluffolienabdeckungen her. Das BCM-Verfahren wurde von der DGE GmbH in Wittenberg entwickelt. MT-Energie ist Lizenznehmer. Die von MT-Energie verwendete Verfahrenvariante funktioniert wie folgt: Das Biogas strömt in eine Waschkolonne - ein senkrecht stehendes Rohr - und wird von oben mit einem Lösemittel berieselt, in diesem Fall ein Gemisch aus Wasser und Amin (DEA). Dieses Lösemittel geht mit dem CO2 eine Verbindung ein, das Methangas passiert unbeeinflusst und kann eingespeist werden. Die Verbindung aus CO2 und dem Lösemittel wird anschließend regeneriert: Es wird unter Druck auf 160° Celsius erhitzt, das CO2 perlt aus und das Lösemittel kann erneut verwendet werden.