Geruchsneutrale Biogasanlage

Sorgen für gute Luft (v.l.n.r): Elmar Brügging, Martin Tiemann, Miriam Florack, Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Christof Wetter und sein Team: und Alexander Bruns<br/>
Foto: FH Münster
Sorgen für gute Luft (v.l.n.r): Elmar Brügging, Martin Tiemann, Miriam Florack, Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Christof Wetter und sein Team: und Alexander Bruns
Foto: FH Münster

Zwei Jahre lang wird das Verfahren erprobt, das der Landwirt Ludger Möllenbeck selbst konzipiert hat. Leiter des Forschungsprojektes ist Prof. Christof Wetter aus dem Fachbereich Energie – Gebäude – Umwelt. »In Vorversuchen konnten schon gute Ergebnisse erzielt werden«, berichtet er.

Der Gärrest entsteht als Endprodukt in Biogasanlagen und stellt einen guten Dünger dar. Zudem kann Ammoniak als Wertstoff zurück gewonnen werden. Eine zu hohe Ammoniakkonzentration wirkt sich allerdings negativ auf den Betrieb der Anlage aus und belastet auch die Luft durch eine intensive Emission. Anders ausgedrückt: Es stinkt. Biogasanlagen, die mit Exkrementen von Geflügel betrieben werden, haben mit genau dieser Problematik zu kämpfen. Für den Geflügelhof Möllenbeck soll nun ein neues Verfahren Abhilfe schaffen.

»Nach der so genannten Strippung wird das Ammoniak in einer Lösung gebunden und somit weitgehend entfernt«, erklärt der Hochschullehrer. Die Strippung ist ein in der Abgasreinigung häufig eingesetztes Verfahren. Das Substrat durchläuft dann verschiedene Bearbeitungsstufen, die mit der Gärresttrocknung enden und einen Rohstoffdünger liefern, der nun problemlos ohne Geruchsbelästigung in der Landwirtschaft eingesetzt werden kann.

Im Versuchscontainer wollen Wetter und sein Team die Anlage während der Versuchsphase überwachen und dabei insbesondere die Störanfälligkeit, die Grenzen des Verfahrens und die tatsächliche Reduktion der Geruchsemission untersuchen.