Vertikalachsen-Turbinen für das Mittelmeer

Zehn Projektpartner aus sechs europäischen Ländern haben in Paris das Forschungsprojekt Inflow (Industrialization setup of a floating offshore wind turbine) angestoßen. Im Rahmen des Demonstrations-Projektes, geleitet vom französischen Anlagenbau-Unternehmen Technip, soll im Mittelmeer eine schwimmende Vertikalachsen-Windturbine (VAWT) errichtet werden. Zusammen mit dem Anlagen-Prototypen, der im Zuge des Vorläuferprojektes Vertiwind installiert werden wird, entsteht der weltweit erste Offshore-Versuchsstandort mit mehreren schwimmenden Windenergieanlagen.

„Dieses Projekt stellt einen großen Schritt in Richtung der Kommerzialisierung von schwimmenden Offshore-Windenergieanlagen dar. Inflow wird die Begrenzung der Anlagenstandorte durch die Wassertiefe überwinden und der Offshore-Windenergie neue Horizonte eröffnen“, sagte Projektmanager Migel Harismendy von Technip.

Gefördert durch das Seventh-Framework-Programm der Europäischen Kommission beträgt die Laufzeit des Projektes vier Jahre. Das Hauptziel von Inflow ist dabei die Optimierung des VAWT-Prototypen sowie das Management aller Aspekte, die für den Übergang in eine praktikable Industrialisierungsphase notwendig sind. Das langfristige Ziel ist es, einen Offshore-Windpark mit einer Gesamtleistung von 26 MW zu errichten.

An dem Projekt sind neben Technip unter anderem Alstom Hydro España, die Technical University of Denmark, das Fraunhofer IWES und EDF Energies Nouvelles beteiligt.

Katharina Garus