Uni Hannover nimmt neuen Prüfstand in Betrieb

Prof. Bernd  Ponick, Prof. Volker Epping (Präsident der Leibniz Universität Hannover) und Prof. Axel Mertens (v.l.) bei der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Prüfstands. (Foto: Leibniz Universität Hannover/Samantha Franson)
Prof. Bernd Ponick, Prof. Volker Epping (Präsident der Leibniz Universität Hannover) und Prof. Axel Mertens (v.l.) bei der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Prüfstands. (Foto: Leibniz Universität Hannover/Samantha Franson)
12.01.2016

Die Leibniz Universität Hannover hat am Institut für Antriebsysteme und Leistungselektronik (IAL) ein neu eingerichteter Generator-Umrichter-Prüfstand offiziell in Betrieb genommen. Das Wirtschaftsministerium hat fast 5 Mio. € in das Projekt investiert.

Das Institut für Antriebsysteme und Leistungselektronik (IAL) der Leibniz Universität Hannover hat am Campus in Hannover-Marienwerder einen neuen Generator-Umrichter-Prüfstand in Betrieb genommen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat in das Projekt zum Ausbau der Forschungsinfrastruktur fast 5 Mio. € investiert.

Der Generator-Umrichter-Prüfstand eröffnet neue experimentelle Möglichkeiten für die Untersuchung und Weiterentwicklung von Windenergieanlagen. Mit einer Leistung von bis zu 1,5 MW werden Untersuchungen in einem relevanten Leistungsbereich möglich. Größere Anlagen zum Beispiel für den Offshore-Bereich können als Modelle im Maßstab von etwa 1:10 abgebildet werden. Neben der Grundlagenforschung an neuen Konzepten oder zum besseren Verständnis verschiedenster Effekte soll der Prüfstand auch in der Zusammenarbeit mit der Industrie genutzt werden, um durch bessere Modelle die Entwicklungsabläufe zu verbessern und Kosten zu senken.

„Das Thema Energie, insbesondere auch das der erneuerbaren Energien, ist ein wichtiges Forschungsfeld der Leibniz Universität. Darüber hinaus bieten wir in diesem Bereich, beispielsweise über den Master Windenergie-Ingenieurwesen, auch eine fundierte und breit gefasste Ausbildung an. Daher freue ich mich besonders auch für unsere Studierenden und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über diese weitere Möglichkeit, Forschung und Lehre auf höchstem Niveau zu betreiben“, sagt Universitätspräsident Volker Epping.

Axel Mertens, neben Bernd Ponick einer der zwei Leiter des IAL, sagt: „Wir können mit dieser Anlage eine große Vielfalt von verschiedenen Generator-Umrichter-Konzepten für Windenergieanlagen nachbilden, und dank einer flexiblen Netznachbildung haben wir haben sogar die Möglichkeit, die verschiedensten Netzeigenschaften und -fehler im Versuch darzustellen.“ Ponick ergänzt: „Der Großprüfstand ermöglicht es uns, auch die häufig vernachlässigten Wechselwirkungen zwischen Generator und Frequenzumrichter bis in den Megawatt-Bereich zu untersuchen und die am IAL erarbeiteten Berechnungsmodelle experimentell zu validieren.“

Der Megawatt-Prüfstand ist als eine der Groß-Versuchseinrichtungen im Testzentrum Tragstrukturen in Marienwerder installiert, dessen Neubau auch vom Land Niedersachsen und der Europäischen Union gefördert wird. Damit wird auch die Zusammenarbeit zwischen der Leibniz Universität Hannover, dem Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesysteme (IWES) und dem ForWind Zentrum für Windenergieforschung weiter gestärkt.

Katharina Garus / Uni Hannover

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