Studenten entwickeln Schwachwind-Anlage

Studenten der FH Flensburg haben eine neue Schwachwindanlage entwickelt. (Grafik: FH Flensburg)
Studenten der FH Flensburg haben eine neue Schwachwindanlage entwickelt. (Grafik: FH Flensburg)
05.01.2016

Studenten der FH Flensburg haben eine neue Onshore-Windkraftanlage entwickelt. Die speziell für Schwachwindstandort konzipierte Anlage soll im Rahmen von Semesterkursen und Masterprojekten bis 2017 zur Umsetzungsreife weiterentwickelt werden.

Wenn ein internationales Studententeam nach erfolgreichen Lösungen sucht, kann ein einzigartiges Konzept dabei herauskommen. Ein Beispiel ist das Projekt Optimus150 des Instituts für Windenergietechnik (WETI) an der Fachhochschule (FH) Flensburg. Dort entwickeln Studenten eine auf das europäische Binnenland zugeschnittene Windkraftanlage mit dem derzeit größten Rotordurchmesser ihrer Leistungsklasse.

 „Zurzeit stehen viele Windkraftanlagen in Küstenregionen oder in windreichen Gebieten wie Schleswig-Holstein. Ein weiterer Trend ist der Offshore-Bereich. Wir gehen genau in die andere Richtung und haben eine Anlage speziell für niedrige Windgeschwindigkeiten im Binnenland entwickelt. Die Effizienz der Anlage macht ihren Einsatz für Investoren in Schwachwindgebieten vom Kosten-Nutzen-Faktor her sehr interessant“, sagt Markus Starr. Drei Monate lang habe man mit einem sehr motivierten Team aus 24 Masterstudenten an diesem Projekt gearbeitet und sei sicher, mit der Entwicklung technisch einen großen Schritt in Richtung Zukunft gemacht zu haben. Das Pre-Design der Windkraftanlage werde nun im Rahmen von Semesterkursen und Masterprojekten bis zur für etwa 2017 angestrebten Umsetzungsreife weiterentwickelt.

Ziel des Projekts Optimus150 ist es, Studenten des Masterstudienganges Wind Engineering die Möglichkeit zu geben, praktische Erfahrungen im Bereich hochmoderner Technologien zu sammeln. Mit Optimus150 ist die Projektarbeit in den Lehrplan des dritten Semesters integriert worden. „Dadurch erreichen wir enorme Lernkurven in den Bereichen Projektmanagement, technische Auslegung sowie in der Kommunikation mit Zulieferern, außerdem wird die Teamfähigkeit im internationalen Umfeld auf natürliche Weise trainiert“, sagt Professor Peter Quell. Die Möglichkeit, sich solche Erfahrungswerte bereits während des Studiums aneignen zu können, sei wichtig für den Übergang ins Berufsleben.

Katharina Garus / FH Flensburg

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