Senvion zieht 152-m-Rotorstern

Senvion hat in Langen-Neuenwalde erstmals einen 152-m-Rotorstern gezogen. (Foto: Senvion)
Senvion hat in Langen-Neuenwalde erstmals einen 152-m-Rotorstern gezogen. (Foto: Senvion)
08.12.2014

Nur wenige Tage nachdem Siemens seine erste 6-MW-Windkarftanlage in Deutschland errichtet hat, zieht Senvion mit einer eigenen Rekordmeldung nach: Das Unternehmen hat am 3. Dezember den Prototypen der Senvion 6.2M152 Turbine mit dem größten Rotordurchmesser des Produktportfolios errichtet.

Das Projekt am Standort in Langen-Neuenwalde, 20 km nördlich von Bremerhaven hat in zweierlei Hinsicht Premierencharakter für Senvion: Noch nie wurden so große Blätter gebaut, transportiert und montiert, und noch nie wurde ein so großer Rotorstern gezogen und montiert. Mit seinem Durchmesser von 152 Metern ist die überstrichene Fläche größer als drei Fußballfelder.

„Mit der 6.2M152 setzen wir Standards für die wirtschaftliche Gewinnung von Windenergie vor der Küste. Der Energieertrag wird durch den größeren Rotordurchmesser im Vergleich zur 6.2M126 bei einer Windgeschwindigkeit von 9,5 m/s um bis zu 20 % erhöht“, sagt Russell Stoddart, Technologievorstand (CTO) bei Senvion. Und weiter: „Mit dieser Turbine werden wir unsere starke Position im Offshore-Windenergiemarkt weiter festigen.“

Mit ihrer Nennleistung von 6,15 MW kann die 6.2M152 rund 4.000 Haushalte mit Strom versorgen. Alleine die Gondel ist so groß wie zwei Einfamilienhäuser und wird Offshore in 97 bis 100 m Nabenhöhe errichtet. Den Prototyp der Senvion 6.2M152 hat das Hamburger Unternehmen bereits verkauft. Gemeinsam mit dem Kunden EWE Erneuerbare Energien GmbH ist die Inbetriebnahme bis Ende 2014 geplant. Ab 2015 kann die Senvion 6.2M152 dann serienmäßig produziert werden.

Katharina Garus