Dong testet Becherfundament

14.03.2014

Beim Bau des Offshore-Windparks Borkum Riffgrund 1 setzt Dong Energy auf technologische Innovationen. Zum ersten Mal testet das Unternehmen ein Becherfundamenten (Jacket Suction Bucket), auf dem eine zusätzliche – und damit die 78. – Turbine zum Einsatz kommt.

Bei dem Prototyp  des Fundaments handelt es sich um ein dreibeiniges Jacket mit Becherfundamenten, die mittels Ansaugtechnik in den Boden verankert werden. Mit dem Einsatz des Jacket Suction Bucket wird erstmals ein Fundament im Offshore-Windbereich eingesetzt, das sich bereits in der Öl- und Gasindustrie bewährt hat. Sollte es sich als geeignet erweisen, wird diese Art Fundament einen geringeren Zeit- und Kostenaufwand beim Bau mit sich bringen. Darüber hinaus erlaubt die neue Technologie eine geräuschärmere Installation. In das Fundament baut Dong zusätzlich ein Messsystem ein, das wertvolle Daten liefern soll.  Diese Daten werden auch den Teilnehmern des britischen Offshore Wind Accelerator Programms (OWA) zur Verfügung gestellt.

Die ersten Fundamente mit Transition Piece wurden im Baufeld von Borkum Riffgrund 1 bereits installiert. Die Turbinen werden im Sommer folgen. Auch das Suction Bucket Jacket soll noch dieses Jahr installiert werden.

Außerdem setzt Dong für Borkum Riffgrund 1 einen optimierten Typ der 3,6-MW-Turbine von Siemens ein. Bei gleichbleibendem Rotordurchmesser werden die nunmehr 78 Turbinen eine Gesamtkapazität von 312 MW erreichen. Bislang war eine Kapazität von 277 MW vorgesehen (77 Turbinen).

„Neben der verbesserten Produktionskapazität gibt es auch arbeitssicherheitsrelevante Verbesserungen, die dank der Erfahrungen im Bau und Betrieb der 3,6 MW Turbine erkannt und umgesetzt werden konnten. Das wird das Arbeiten auf den Turbinen noch sicherer machen“, sagt Trine Borum Bojsen, Geschäftsführerin bei Dong Energy und verantwortlich für den deutschen Offshore-Windbereich.

Katharina Garus

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