Aus Wind wird Wasserstoff

Die Anlage entsteht nördlich von Neubrandenburg in einem Windpark und soll es ermöglichen, Windstrom zeitunabhängig und CO2-frei zu speichern. Dabei wird mithilfe von Elektrolyse aus Windstrom regenerativer Wasserstoff erzeugt, der dann in einem eigens hierfür entwickelten Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt werden kann. Die Elektrolyseanlage hat eine Leistung von 1 MW und soll künftig Strom für eine kontinuierliche Versorgung bereitstellen und darüber hinaus auch Wärme und Wasserstoff zum Beispiel als Treibstoff oder Brenngas zur Verfügung stellen. Aus diesem Grund sind auch die Errichtung einer Betankungsanlage und die Einspeisung von Wasserstoff ins Erdgasnetz vorgesehen.

Angegliedert ist die Energiespeicheranlage an den Windpark Werder/Kessin mit rund 140 MW, der seit Frühjahr gebaut und unter anderem mit 7,5-MW-Anlagen von Enercon ausgerüstet wird. Der Park wird nach Errichtung der leistungsstärkste Mecklenburg-Vorpommerns sein und Strom für rund 125.000 Haushalte liefern können. Das Projekt wird mit 4,5 Mio. € aus dem Nationalen Innovationsprogramm für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gefördert.