Förderbescheid für Energiewende-Projekt enera

EWE-Vorstandsvorsitzender Matthias Brückmann (rechts) nahm in Berlin den Förderbescheid für das Energiewendeprojekt enera von Rainer Baake, Staatssekretär im BMWi, entgegen. (Foto: EWE)
EWE-Vorstandsvorsitzender Matthias Brückmann (rechts) nahm in Berlin den Förderbescheid für das Energiewendeprojekt enera von Rainer Baake, Staatssekretär im BMWi, entgegen. (Foto: EWE)
06.12.2016

Ein vom Energieversorger EWE geführtes Konsortium mit 70 Partnern hat von Staatssekretär Rainer Baake den Förderbescheid über 50 Mio. € überreicht bekommen. Beteiligt ist auch der Speicherspezialist Younicos. Das Energiewende-Projekt enera wurde außerdem als „Ort im Land der Ideen” ausgezeichnet.

In einer 2.665 Quadratkilometer großen Modellregion im Nordwesten Deutschlands – sie umfasst die Kreise Friesland, Wittmund und Aurich sowie die Stadt Emden – werden die Partner die Energiewende simulieren. Die Region hat trotz landwirtschaftlicher Prägung auch industrielle Verbraucher. Vor allem aber sind dort schon Windenergie- und andere regenerative Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1,75 GW installiert. „Mit der Unterstützung des Bundes werden wir mit enera den nächsten Schritt der Energiewende gehen und dabei Digitalisierung und Energiewende verschmelzen. Wir freuen uns über die Anerkennung, die aus dieser Förderung spricht – wissen aber auch um die Erwartungen, die damit verbunden sind“, betonte EWE-Vorstandsvorsitzender Matthias Brückmann in Berlin. „Wir werden hart dafür arbeiten, dass im Projekt enera die angekündigte Blaupause für die digitalisierte Energiewende in Deutschland entsteht.“

Der Bund unterstützt enera im Rahmen des Förderprogramms Schaufenster intelligente Energie (SINTEG) vier Jahre lang mit insgesamt rund 50 Mio. €. Von den beteiligten Unternehmen sind weitere 120 Mio. € an Investitionen in der Modellregion angekündigt: Das Energienetz soll intelligente Messsysteme erhalten, es werden Speichersysteme gebaut und Windenergieanlagen technisch erweitert. In Zusammenarbeit mit Stromhandelsplätzen sollen regionale Produkte entwickelt werden, um erneuerbare Energien zu vermarkten.

Ralf Ossenbrink/EWE