Umweltfreundliche Erdwärmesonde für IKU-Preis nominiert

Schema der umweltfreundlichen Erdwärmesonde mit Koaxialrohr. (Grafik: GeoKoax GmbH)
Schema der umweltfreundlichen Erdwärmesonde mit Koaxialrohr. (Grafik: GeoKoax GmbH)
23.11.2015

Das Unternehmen GeoKoax GmbH wurde für den Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) 2015 nominiert. Zusammen mit der Aqua Concept GmbH stellt GeoKoax eine Erdwärmesonde inklusive umweltfreundlicher Wärmeträgerflüssigkeit vor, die sich auch für kleine Grundstücke und Trinkwasserschutzgebiete eignet.

Die GeoKoax-Erdwärmesonde ist anders ausgelegt als herkömmliche Erdsonden. Das System verfügt über ein Koaxialrohr in der Mitte der Sonde, wodurch der Abstand zum Erdreich einheitlich ist und der Bohrlochwiderstand sinkt. Außerdem ist das Volumen des Vorlaufs wesentlich höher (bis zu 6,5-fach höher) als in Sonden mit ähnlichem Durchmesser und mehreren Strängen. Das Koaxialrohr ist mit einer gering viskosen Wärmeträgerflüssigkeit befüllt und fungiert als Energiespeicher.

Bio-Wärmeträger und Korrosionsschutz

Durch die Auslegung benötigt die Sonde von GeoKoax weniger Frostschutz als herkömmliche Sonden. Die Wärmeträgerflüssigkeit Coracon Geko E der Aqua Concept GmbH ist außerdem biologisch abbaubar und somit nicht grundwassergefährdend. Sie basiert auf nachwachsenden Rohstoffen und die Korrosionsschutzmittel in der Flüssigkeit sind ebenfalls biologisch abbaubar und sogar als Lebensmittel zugelassen. Daher kann das System auch Trinkwasserschutzgebieten eingesetzt werden.

Kern der Technologie ist die passive Verwirbelung mithilfe von Verwirbelungsspiralen. So wechselt das System stets zwischen laminarer und turbulenter Strömung, was den Wärmeübergangskoeffizienten signifikant steigern soll.

Der fünfte IKU

Am 20. Januar 2016 wird der Innovationspreis für klima- und umweltfreundliche Verfahren, Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen zum fünften Mal verliehen. Insgesamt hat die Jury unter dem Vorsitz von Klaus Töpfer 14 innovative und nachhaltige Projekte in fünf Kategorien nominiert. Die fünfte Kategorie ist dabei speziell auf den Transfer von Innovationen in Entwicklungs- und Schwellenländer und in osteuropäische Staaten ausgerichtet. Für die Nominierung wurden die Bewerbungen vom Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung bewertet.

Der IKU ist mit 25.000 € dotiert und wird mit Mitteln aus der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert.

Tanja Peschel

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