Solarthermische Autowäsche ohne Förderung

Die Autowaschanlage Hydrowash mit solarthermischen Kollektoren auf den Waschplätzen. (Foto: Helvetic Energy)
Die Autowaschanlage Hydrowash mit solarthermischen Kollektoren auf den Waschplätzen. (Foto: Helvetic Energy)
15.09.2015

Die Autowaschanlage Hydrowash im Schweizerischen Ort Forel ist besonders umweltfreundlich. Nicht nur verwendet sie zu 80 - 90 % Regenwasser, sie wärmt das Wasser mithilfe einer Solarthermieanlage vor.

Die Hälfte des Wassers, das für Autowäsche an den vier Waschplätzen benötigt wird, ist warmes Wasser. Dieses wird von den sechs Vakuumröhrenkollektoren auf 35 bis 40 °C vorgewärmt. Danach wird es mit Gas auf insgesamt 60 °C erhitzt. Im Frühjahr testete der Besitzer, René Delessert den solaren Deckungsgrad; dieser betrug ungefähr 25 bis 30 %.

Die beiden Brüder, die Waschanlage und Solarthermieanlage gebaut haben, haben für letztere keine Fördergelder beantragt. Getreu ihrer Philosophie Synergien sinnvoll zu nutzen und, so René Delessert: „Wir investieren nicht, um kurzfristig Profit zu schlagen, wir investieren langfristig für den sinnvollen Umgang mit unseren Ressourcen.“

Die Solarkollektoren stammen vom Hersteller Helvetic Energy und wurden auf dem Dach über den Waschplätzen installiert, während das Regenwasser auf den Dachflächen der anderen Gebäude auf dem Grundstück und auf den beiden Nachbargrundstücken gesammelt wird. Nach einer Filterung wird das Regenwasser in einem 2.000 Liter großen Boiler bis zur Verwendung gespeichert.

Im Winter dient das Wasser aus der Solarthermieanlage gleichzeitig noch als Frostschutz für die Waschplätze. Das erwärmte Wasser zirkuliert konstant in den Rohrleitungen im Boden, wodurch verhindert wird, dass sich eine Frostschicht bildet. So können Autofahrer auch im Winter ohne Glatteisgefahr auf den Waschplatz fahren.

Tanja Peschel

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