Gebäudeintegration von Kunststoffkollektoren

Die Passivhaus-Siedlung in Mortensrud, Norwegen. (Foto: Aventa Solar)
Die Passivhaus-Siedlung in Mortensrud, Norwegen. (Foto: Aventa Solar)
17.10.2014

In Kooperation mit dem norwegischen Kollektorhersteller Aventa hat das Fraunhofer ISE Solarkollektoren aus Kunststoff entwickelt. Nun wurden Demonstrationsanlagen mit dieser Technologie in einer Reihenhaussiedlung in Mortensrud bei Oslo eröffnet.

In der Siedlung „Stenbråtlia“ wurden an der Südseite der Dächer jeweils 14 m² Solarkollektoren installiert, die zusammen mit einem 800 Liter fassenden Wärmespeicher 62 % des gesamten Heißwasser- und Heizbedarfs der 34 Passivhaus-Reihenhäuser decken sollen. Die Raumheizung erfolgt dabei über eine Fußbodenheizung auf Wasserbasis.

Die eingesetzten Vollkunststoffkollektoren aus extrudierten Doppelstegplatten wurden im Rahmen des  europäischen Verbundprojekts „SCOOP“ (Solar Collectors Made of Polymers) entwickelt.  

„Mit den Solaranlagen in Stenbråtlia können wir demonstrieren, dass sich Ästhetik und Kosteneffizienz nicht ausschließen«, erläutert Michael Köhl, der Projektleiter des EU-Projekts SCOOP vom Fraunhofer ISE. „Im Gegenteil, die Forschungsergebnisse der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich Kunststoffmaterialien für den Bau von zukunftsweisenden Solarkollektoren sehr gut eignen. Dies können wir nun auch in der Praxis nachweisen.“

Tanja Peschel

Google+