SMA macht Wechselrichter fit für Hochvolt-Batterien

Energie effizient speichern und nutzen: Ein Speichersystem lässt sich mit dem hier abgebildeten Sunny Home Manager in das Energiemanagement einbinden. (Foto: SMA)
Energie effizient speichern und nutzen: Ein Speichersystem lässt sich mit dem hier abgebildeten Sunny Home Manager in das Energiemanagement einbinden. (Foto: SMA)
18.01.2016

Die SMA Solar Technology AG kündigt einen auf Hochvolt-Batterien abgestimmten Batterie-Wechselrichter für private Haushalte an. Der Sunny Boy Storage soll eine kostengünstige, einfache und flexible Einbindung von Speichern in bestehende und neue Photovoltaikanlagen unterstützen.

Im März sollen die ersten Geräte vertrieben werden. Den Anfang macht der deutsche Markt, im nächsten Schritt zielt SMA auf weitere wichtige Speichermärkte wie Italien, Großbritannien, Australien und die USA. Bei der Entwicklung des neuen Batterie-Wechselrichters Sunny Boy Storage hat SMA Hochvolt-Batterien wie die Powerwall von Tesla im Auge. Es geht in Richtung einer neuen Grid-Parity: Nach Einschätzung des Unternehmens kann eine Kombination aus Batterie und Sunny Boy Storage gespeicherten Solarstrom zu Kosten bereitstellen, die mit deutschen Haushaltsstromtarifen vergleichbar sind. SMA kooperiert bei Speicherlösungen nach eigenen Angaben mit fast allen bekannten Batterieherstellern.

Lösung für den Anlagenbestand

Laut Volker Wachenfeld, Leiter der Business Unit Off-Grid and Storage, ist SMA der einzige Wechselrichterhersteller, der ein AC-gekoppeltes System für Hochvolt-Batterien anbietet. Eine solche Speicherlösung läuft parallel zur Photovoltaikanlage: „Dadurch ist eine Ausrüstung von bestehenden Anlagen, aber auch eine spätere flexible Erweiterung des Systems, besonders einfach und kostengünstig zu realisieren, da nicht in die Photovoltaikanlage eingegriffen werden muss. Mit unserer Lösung können wir zusätzlich den großen Markt der Bestandsanlagen erschließen. Allein in Deutschland sprechen wir hier über fast 900.000 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung unter 10kWp, die nach und nach aus der Förderung laufen.“

Bei Neuinstallationen erlaube das Konzept die Integration in beliebige Anlagenkonfigurationen, so Wachenfeld. Das gelte insbesondere bei verändertem Energiebedarf oder bei späterer Einbindung eines Elektromobils. Das Marktpotenzial für elektrische Speicher lässt sich laut SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon derzeit nur schwer abschätzen: „Die Nachfrage wird wesentlich von der Kostendegression bei stationären Speichern abhängen, die aktuell mehr als 75 Prozent der Investitionskosten der Speicherlösung ausmachen.“

Ralf Ossenbrink/SMA

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