SMA und Daimler-Tochter bündeln Speichertechnik

Mercedes-Benz im Keller: Schema des Flexible Storage Systems von SMA, das nun in einer Kooperation mit dem Energiespeicher von Deutsche ACCUMOTIVE (hier nicht abgebildet) kombiniert wird. (Grafik: SMA)
Mercedes-Benz im Keller: Schema des Flexible Storage Systems von SMA, das nun in einer Kooperation mit dem Energiespeicher von Deutsche ACCUMOTIVE (hier nicht abgebildet) kombiniert wird. (Grafik: SMA)
03.02.2016

Eine weitere Kooperation für den Vertrieb von Solarstrom-Speichersystemen melden die SMA Solar Technology AG und die Deutsche ACCUMOTIVE GmbH & Co. KG. Der Wechselrichterhersteller und das Tochterunternehmen der Daimler AG planen eine langfristige Partnerschaft, in der beide Technologien zu einer Lösung kombiniert werden.

Mit der Vertriebskooperation wollen beide Unternehmen das wachsende Potenzial des deutschen Speichermarktes nutzen. Technisch beruht die Partnerschaft auf zwei Komponenten: Die Speicherung übernimmt der Mercedes-Benz Energiespeicher mit bis zu 20 kWh Kapazität auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie. Für eine saisonal angepasste Nutzung und prognosebasiertes Laden der Batterie ist das „Flexible Storage System“ von SMA zuständig. Die Optimierung der Ladevorgänge ist für einen hohen Eigenverbrauch von Solarstrom, aber auch für eine möglichst lange Lebensdauer der Batterie wichtig.

Speichern nach Wetterprognosen

Zur Speicherlösung gehören als Kernkomponenten ein Sunny Island Batterie-Wechselrichter, der Sunny Home Manager für ein umfassendes Energie-Monitoring und ein SMA Energy Meter, die mit dem Niedervolt-Energiespeicher von Mercedes-Benz eine Einheit bilden. Berücksichtigt werden im Betrieb die unterschiedlichen Witterungsbedingungen im Sommer oder Winter, erläutert Volker Wachenfeld, Leiter der Business Unit Off-Grid and Storage bei SMA: „Dies ist ein einzigartiger Vorteil, der den Anwendern ebenso Kosten spart wie das prognosebasierte Laden, bei dem die Batterieladung durch die integrierte Prognose gezielt auf die einstrahlungsstarke Zeit verschoben wird.“ Die Premiere der gemeinsamen Speicherlösung fand bereits am 29. Januar statt: SMA präsentierte sie erstmals auf dem Capital Markets Day. Im deutschen Markt wird die Heimspeicherlösung nach Unternehmensangaben ab März verfügbar sein. Die Partnerunternehmen haben bundesweit mehr als 180 Installateure mit dem neuen Energiespeichersystem vertraut gemacht.

Ralf Ossenbrink/SMA

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