Phaesun gewinnt mit solarer Milchkühlung Energy Globe Award

Diplom Ingenieur Franz Nickel von der Handelsabteilung des Österreichischen Generalkonsulats (links) übergibt die Awardurkunde an den Geschäftsführer der Phaesun GmbH Tobias Zwirner. (Foto: Phaesun)
Diplom Ingenieur Franz Nickel von der Handelsabteilung des Österreichischen Generalkonsulats (links) übergibt die Awardurkunde an den Geschäftsführer der Phaesun GmbH Tobias Zwirner. (Foto: Phaesun)
30.11.2017

Phaesun hat mit einem kenianischem Projekt zu solarer Milchkühlung den Energy Globe Award gewonnen. Das System soll Bauern die Möglichkeit gegeben werden, Milch zu kühlen, Bakterienwachstum zu verhindern und als Endergebnis mehr Geld zu verdienen.

Der Energy Globe Award aus Österreich ist mit 178 teilnehmenden Ländern und über 2000 Projekteinreichungen jährlich, der renommierteste Umweltpreis der Welt. Es geht um Projekte, die Energie einsparen, erneuerbare oder emissionsfreie Energien nutzen. Das Ziel dieses Awards ist es, eine globale Aufmerksamkeit für erneuerbare Energien zu wecken und Menschen dazu zu ermuntern, ebenfalls in diesem Bereich aktiv zu werden.

Das jetzt ausgezeichnete Projekt ist eine von Phaesun, der Universität Hohenheim und der GIZ entwickelte solar betriebene Milchkühlung in Kenia. Mittels Solarenergie erzeugtes Eis sorgt in dem System für eine ununterbrochene Kühlkette, von der Lagerung bis zum Transport in die Molkerei. Dank eines mit dem erzeugten Eis gefüllten Einsatzes für Milchkannen soll Bauern die Möglichkeit gegeben werden, bisher nicht zu vermarktende Milch zu kühlen, damit Bakterienwachstum zu verhindern und im Endergebnis über größere Liefermengen mehr Geld zu verdienen.

Das Hauptproblem in Kenia sind die hohen Temperaturen, die das Bakterienwachstum begünstigen, was zu großen Verlusten beim Milchertrag führt, wenn am Abend gemolkene Milch nicht bis zur Abholung am nächsten Morgen gekühlt wird. Das Milchkühlsystem wurde so konzipiert, dass es leicht in der Handhabung und günstig in der Beschaffung, mit möglichst geringem Wartungsaufwand ist.

Die Jury, die das Projekt bewertete sah vor allem den sozialen und wirtschaftlichen Effekt des Projektes. Es verbessert die Hygiene bei der Nahrungsmittelherstellung und dadurch die Gesundheit. Weiterhin hat das System einen positiven Einfluss auf die lokale Landwirtschaft. Das komplette Juryurteil und Projektdetails können auf der Seite des Energy Globe Awards nachgelesen werden.

Im Juni hatte das System bereits den Intersolar Award 2017 in der Kategorie „Herausragende Solarprojekte“ gewonnen.

Buddensiek / Phaesun