Neues Energiemanagement für das Hochleckenhaus

Das Hochleckenhaus im Höllengebirgen ist eigentlich nur zu Fuß erreichbar, deshalb mussten die Materialien mit Hubschraubern eingeflogen werden. (Foto: Qinous)
Das Hochleckenhaus im Höllengebirgen ist eigentlich nur zu Fuß erreichbar, deshalb mussten die Materialien mit Hubschraubern eingeflogen werden. (Foto: Qinous)
07.12.2017

Im Auftrag des Österreischischen Alpenvereins haben Qinous, die Solare Energie GmbH und Bridge Executive Consulting das Hochleckhaus im Höllengebirge mit einem Energiemanagement- und Speichersystem ausgestattet. Das System überwacht den Strom-, Gas- und Wasserverbrauch der Schutzhütte und steuert die Speicherung des Stroms aus der neu installierten PV-Anlage.

Das Hochleckhaus hat am Tag bis zu 1.000 Besucher, die bewirtet und beherbergt werden wollen. Hierfür bedarf es Energie. Ein Teil dieses Bedarfes wird neuerdings von einem 17-kW-Solarkraftwerk gedeckt, das über ein Energiemanagementsystem einen Batteriespeicher mit einer Leistung von 61 kW speist.

Verantwortlich für die Speicherlösung zeichnet die QINOUS GmbH, die ähnliche bereits in anderen schwer zugänglichen Regionen wie  inWüsten oder auf Inseln realisiert hat. Die PV-Anlage sowie die Wechselrichter wurden von der Solare Energie GmbH geliefert und installiert. Der Umbau des Hauptverteilerschranks wurde dabei zur Chefsache. Die Planung der Arbeit übernahm Bridge Executive Consulting aus Salzburg.

Das neue System beschränkt sich allerdings nicht ausschließlich auf die Erneuerbaren. Das QINOUS Inselnetz- und Energiemanagement ermöglicht zusätzlich auch die Erfassung des Gasverbrauchs für die einzelnen Generatoren und der Küche, sowie den Trinkwasserverbrauch.

Als das Hochleckhaus vor fast 100 Jahren errichtet wurde, musste das Baumaterial noch von Menschenhand oder auf dem Rücken von Tragtieren zum Standort getragen werden. Bei der Errichtung des neuen Inselnetz- und Energiemanagement vertrauten die beteiligten Unternehmen nun allerdings auf Hubschrauber.

Das Projekt kann als gutes Beispiel dafür dienen, wie das steigende Interesse an der Natur und die Annehmlichkeiten unserer Zeit vereinbar gemacht werden. Auch aus den Nachbarländern wird es daher interessiert beobachtet: „Der Einsatz eines Energiespeichers industrieller Bauart und dem Smart Metering ist für die Hütten des Deutschen Alpenvereins sehr interessant. Die höhere Auslastung erfordert nicht nur Zubauten, sondern auch eine stärkere und zuverlässigere Energieversorgung“, so Xaver Wankerl und Robert Kolbitsch, Leiter des Ressorts Hütten, Wege und Kletteranlagen des DAV.

Philipp Kronsbein / Qinous

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