Fraunhofer ISE testet neues Modul an Fassaden

Ein Laborgebäude des Fraunhofer ISE wurde mit 70 Modulen aus eigener Entwicklung und Pilotproduktion ausgerüstet. (Foto: Fraunhofer ISE)
Ein Laborgebäude des Fraunhofer ISE wurde mit 70 Modulen aus eigener Entwicklung und Pilotproduktion ausgerüstet. (Foto: Fraunhofer ISE)
25.11.2015

In Zusammenarbeit mit Industriepartnern hat das Fraunhofer ISE das neue Glas-Glas-Modul „TPedge“ entwickelt. Nachdem bereits 2013 eine Kleinserie an einem ISE-Laborgebäude installiert wurde, sind nun 70 PV-Module des neuen Typs an der Fassade im Testbetrieb und liefern seit Oktober Strom an die Verbraucher im Gebäude.

Das neue Modul folgt dem patentierten „High Perfomance Metal Wrap Through“ (HIP-MWT)-Konzept. Neu ist dabei, dass die Solarzellen nicht wie üblich zwischen Folien laminiert, sondern in einem Glas-Glas-Modul punktuell fixiert werden. Weil ein thermoplastisches Material die Ränder abdichtet, kann auf einen zusätzlichen Aluminiumrahmen verzichtet werden. Diese Entwicklung ist in Kooperation mit dem Partner Bystronic glass entstanden und ebenfalls patentiert.

Die Integration der Module in die Fassade wurde durch die frühzeitige Zusammenarbeit mit den Architekten möglich. Zur Auswertung des Betriebs werden nun von einem Team des Fraunhofer ISE kontinuierlich elektrische und meteorologische Größen erfasst. Die Auswertung soll zur Weiterentwicklung der Ertragsanalysemethoden bei gebäudeintegrierten Fassadenanlagen mit Teilverschattung dienen. Die Entwicklungen des TPedge-Moduls werden in verschiedenen Projekten durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Romina Oesterreicher/Fraunhofer ISE

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