30 % effektivere Solarzellen-Produktion

Laserdotierung einer Solarzelle
Foto: FutureFab
04.07.2014

Das Projekt „Solarfabrik der Zukunft“ wurde im Jubiläumsmonat der Förderinitiative Innovationsallianz Photovoltaik erfolgreich abgeschlossen. Während des Projektes ist es dem Forschungsteam von FutureFab gelungen, die Herstellungskosten der Solarfabriken pro Watt um 30 % zu senken. In der Zukunftsfabrik sollen künftig bifaziale Solarmodule hergestellt werden, die das Sonnenlicht von der Vorder- und Rückseite einfangen.

Dotierung, Passivierung und Feinlinienmetallisierung

Um das zu erreichen, hat das Projektteam drei Punkte realisiert. Zunächst wurden die Dotierungen der Zellen verbessert, indem die Solarzellen nur schwach, die Kontaktbereiche mittels eines Lasers hingegen stärker dotiert werden. „Dadurch erzielen wir einen hohen Wirkungsgrad in der Zelle, ohne dass der Widerstand an den Kontaktfingern spürbar zunimmt“, erklärt Jens Krümberg, Projektkoordinator von FutureFab und Projektmanager bei der RCT Solutions GmbH. Dadurch erhöht sich der Wirkungsgrad, ohne den Widerstand an den Kontaktfingern zu sehr zu erhöhen. Mithilfe einer Rückseitenpassivierung wird aus der Zelle austretendes Sonnenlicht zurück nach innen reflektiert. Damit wird sichergestellt, dass mehr Sonnenlicht zur Stromerzeugung genutzt wird. Auch der dritte Verbesserungsansatz will für mehr Sonnenlicht an den richtigen Stellen sorgen. Durch eine neue Feinlinienmetallisierung hat FutureFab besonders schmale Kontaktfinger produzieren können. Diese dünneren Kontaktfinger sorgen nun für weniger Verschattungen auf der Solarzelle und lassen mehr Sonnenlicht eindringen.

Das Projekt wurde zur Hälfte von der Innovationsallianz Photvoltaik finanziert und hat insgesamt 10,5 Mio. € gekostet.
Mehr über das Projekt von FutureFab.

Tanja Peschel

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