29,8 %: Neuer Effizienzrekord bei Tandem-Zellen gemeldet

Die neue Tandemzelle mit einem Wirkungsgrad bis zu 29,8 % (Foto: CSEM)
Die neue Tandemzelle mit einem Wirkungsgrad bis zu 29,8 % (Foto: CSEM)
06.01.2016

Wissenschaftler aus der Schweiz und den USA melden einen neuen Spitzenwert bei der Effizienz von Dual-Junction-Solarzellen. Das Team aus Forschern des National Renewable Energy Laboratory (NREL) und des Schweizer Zentrum für Elektronik und Mikrotechnologie (CSEM) erreichten im Labor einen bestätigten Wert von 29,8 % bei der Wandlung nicht-konzentrierten Sonnenlichts in Strom.

Der neu entwickelte Zelltyp besteht aus einer oberen Zelle aus Gallium-Indiumphosphid, beigesteuert vom NREL, und einer unteren Zelle aus kristallinem Silizium, die vom CSEM mittels der Heterojunction-Technologie produziert wurde. Beide separat hergestellten Zellen wurden schließlich vom NREL übereinandergelegt und zu einer Einheit verbunden. Die Wissenschaftler veröffentlichten den Effizienzrekord in der jüngsten Ausgabe der “Solar cell efficiency tables”.

Die Leistung der Dual-Junction-Zelle übersteige die theoretische Wirkungsgrad-Grenze von 29,4 % für den Wirkungsgrad kristalliner Siliziumzellen (single junction), betonen die Institute in einer Pressemitteilung. „Wir sind überzeugt, dass die Silizium-Heterojunction-Technologie heute die effizienteste Siliziumtechnologie für den Einsatz in Tandem-Solarzellen ist“, erklärt Christophe Ballif, Leiter der Photovoltaik-Aktivitäten beim CSEM.

„Die Wissenschaftler des CSEM und des NREL haben nachgewiesen, dass es möglich ist, Tandemzellen mit 30 % Wirkungsgrad herzustellen, die eine untenliegende Heterojunctionzelle mit einer hochleistungsfähigen obenliegenden Zelle, wie sie das NREL produziert, kombiniert“, erläutert Matthieu Despeisse, Leiter der Aktivitäten zu kristallinem Silizium am CSEM.

Ralf Ossenbrink/CSEM

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