Plusenergie-Solarhaus zu 80 % autark mit PV und Wärmepumpe

Das Plusenergie-Solarhaus in Tübingen. (Foto: BayWa r.e.)
Das Plusenergie-Solarhaus in Tübingen. (Foto: BayWa r.e.)
05.06.2016

Nach einem Jahr zieht das Unternehmen BayWa r.e. eine erste Bilanz eines neukonzeptionierten Plusenergie-Solarhauses in Tübingen. Mithilfe der Photovoltaik-Anlage erreichte das Haus einen Autarkiegrad von 80 % nicht nur bei der Stromversorgung, sondern auch bei Warmwassererzeugung und Heizung.

Bei der Konzeption des Hauses setzte das Unternehmen ausschließlich auf Standardkomponenten, die sich bereits bewährt haben. Das Haus entspricht dem KfW-Standard 55 und verfügt über eine PV-Anlage mit 30 kW Leistung, einen Batteriespeicher mit 16 kWh Ladekapazität, eine Inverter-Luft/Wasser-Wärmepumpe und einen 1.500 Liter großen Pufferspeicher. Das Energiemanagement-System SMA Sunny Home Manager sorgt dafür, dass alle Komponenten harmonisch aufeinander abgestimmt sind und ein maximaler Eigenverbrauch des PV-Stroms erreicht wird.

Zwischen März und Oktober 2015 lagen die Autarkiegrade des Modellgebäudes fast bei 100 %, aber sogar im Dezember 2015 kam das Plusenergie-Solarhaus auf einen Autarkiegrad von rund 72 %. Dabei deckte die PV-Anlage 52 % der Energieversorgung direkt und weitere 20 % konnten mithilfe des Solarstroms aus dem Batteriespeicher gedeckt werden.

Basierend auf der ersten Auswertung arbeitet das Projektteam von BayWa r.e. an der weiteren Optimierung des Systems, um den Autarkiegrad des Plus-Energie-Solarhauses weiter zu steigern. Zusätzlich soll das Konzept in Serie gehen und gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern in Hügelshart nahe Augsburg in einer Siedlung auf Effizienzhaus Plus-Niveau errichtet werden.

Tanja Peschel / BayWa r.e.