Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Solarwirtschaft bestätigt vier Vorstände für zwei weitere Jahre

18.11.2017

Berlin – Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. appellierte in dieser Woche im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung an die Vertreter der in Berlin verhandelnden Parteien, den Ausbau der Solar- und Speichertechnologie deutlich zu beschleunigen. „Deutschland wird seine Klimaziele nur mit einem deutlich kraftvolleren Ausbau der Solar- und Speichertechnologie erreichen können. Verbrauchsnah und preiswert verfügbare Solarenergie wird viel zu wenig genutzt, während Kohlekraftwerke und veraltete Heizungen die Energiewende behindern und die Atmosphäre belasten“, sagte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar).

Die Solarenergie hat in den letzten Jahren ihre Kosten beispiellos reduziert. Solaranlagen und Speicher sind in der Lage, einen substanziellen Beitrag zur Energiewende und Versorgungssicherheit zu leisten. „Unser Energiesystem ist für eine deutliche Beschleunigung des Solarenergie-Ausbaus bereit. Es ist höchste Zeit, bestehende Bremsen zu lösen, so Körnig.

Mit Hilfe der Digitalisierung und der hohen Innovationskraft der Branche sowie in einem ausgewogenen Mix mit anderen Erneuerbaren Energien werde es bei richtiger Rahmensetzung gelingen, die Bereiche Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Verbrauch sowie die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität nahtlos und intelligent miteinander zu verknüpfen. Körnig: „In den nächsten vier Jahren werden sich die Standards für diese entscheidende Phase der weltweiten Energiewende herausbilden. Deutschland und Europa haben jetzt die Chance, diese Standards zu setzen und industrielle Cluster mit hunderttausenden neuer Jobs und ausgezeichneten Exportchancen herauszubilden. Voraussetzung dafür ist, dass die Energiewende jetzt kraftvoll belebt und intelligent ausgestaltet wird.“

Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass der jährliche Zubau an Solarenergie nicht zuletzt durch einen erheblichen Nachholbedarf im Mobilitäts- und Wärmesektor vervielfacht werden muss. Vor dem Hintergrund der starken Kostensenkung in der Solar- und Speichertechnologie ist die Förderabhängigkeit in letzter Zeit deutlich gesunken. Vorrangig ist nach BSW-Einschätzung die Beseitigung zahlreicher regulatorischer Hindernisse und Marktbarrieren wie z. B. die Streichung schädlicher Umlagen auf Solarstrom zur Eigen- und Direktversorgung. Außerdem müsse die neue Bundesregierung das Energierecht endlich um Speicher als vierte Säule des Energiesystems erweitern und ihre Markteinführung mittels einer Speicherstrategie zielgerichtet flankieren.

Der BSW-Solar legte im Vorfeld der Mitgliederversammlung ein 10-Punkte-Papier mit zentralen Empfehlungen an die Bundespolitik vor und diskutierte diese im Rahmen eines POLITIK-FORUMS unter anderem mit dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der FDP, Dr. Hermann Otto Solms von der FDP und dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Oliver Krischer von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, die beide den Verhandlungsteams zur Bildung einer Jamaika-Koalition angehören. Die Empfehlungen waren aus einer Branchenbefragung unter mehr als 300 Unternehmen der Solar- und Speicherbranche hervorgegangen.

Quelle: BSW-Solar

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