Erneuerbare knacken die 25-Prozent-Marke

Trotz der wichtigen 25-%-Marke ermahnt BWE-Präsident Albers, den Ausbau der ern
Trotz der wichtigen 25-%-Marke ermahnt BWE-Präsident Albers, den Ausbau der ern

Nach ersten Schätzungen des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) haben die erneuerbaren Energien im ersten Halbjahr 2012 erstmals über 25 % des deutschen Strombedarfs gedeckt. Im Vergleich zum selben Zeitraum 2011 stieg die Stromproduktion aus Erneuerbaren von 56,4 Milliarden auf 67,9 Mrd. kWh. Den größten Anteil lieferte dabei die Windenergie mit einem Anteil von 9,2 %, gefolgt von Biomasse mit 5,7 %, Photovoltaik mit 5,3 % und Wasserkraft mit 4 %. Den größten Einzelanstieg legte dabei der Solarstrom vor, hier stieg die erzeugte Strommenge um 47 % im Vergleich zum Vorjahr. Bei den anderen Energien lag der Anstieg dagegen im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Bei den Verbänden herrscht dementsprechend gute Stimmung. Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes Wind Energie (BWE) erklärte zum Beispiel: „Dass bereits heute ein Viertel des deutschen Strombedarfs durch Erneuerbare Energien gedeckt wird, ist ein gutes Signal, auch in Richtung derjenigen, die am Gelingen der Energiewende zweifeln.“

Der Gesamtverbrauch für Elektrizität war im ersten Halbjahr insgesamt rückläufig und sank um 1,4 % auf 261,5 Milliarden kWh. Als Beleg für eine gesteigerte Energieeffizienz kann dies aber leider nicht gesehen werden, da der Rückgang auf einer niedrigeren Produktionsauslastung der stromintensiven Industrie wie Stahl- und Metallerzeugung, Papier und Chemie.

Jan Gesthuizen