Deutschland bewirbt sich um Sitz des Grünen Klimafonds

Das Bundeskabinett hat beschlossen, dass Deutschland für den Sitz des „Green Climate Fund“ (GCF) kandidieren soll. Die Bundesstadt Bonn soll den Sitz beheimaten. Ziel des Fonds ist, Entwicklungsländern Finanzmittel zur Verfügung zu stellen, um ihre Volkswirtschaften klimafreundlich umzugestalten und sich an die nicht vermeidbaren Folgen des Klimawandels anzupassen.

Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, sagt: „Deutschland ist der zweitgrößte Klimafinanzierer weltweit. Wir haben sowohl durch unser starkes finanzielles wie auch durch unser inhaltliches Engagement im nationalen und internationalen Klimaschutz unter Beweis gestellt, dass wir ein verantwortungswürdiger und verlässlicher Partner sind. Der Standort Bonn bietet ein internationales Umfeld und die Vernetzung mit bereits jetzt vielen Organisationen, die im Umwelt- und Klimabereich tätig sind.“

Eingerichtet auf der Klimakonferenz 2010 in Cancún, wurde der Fonds auf der Klimakonferenz in Durban im Dezember 2011 operationalisiert. Er wird einen substantiellen Teil der Klimafinanzierung umsetzen, die bis 2020 auf jährlich 100 Milliarden US-Dollar anwachsen soll. Die Entscheidung über den Sitz wird Ende 2012 von der 18. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) in Katar getroffen.