Offshore-Windenergie bringt Vorteile

21.11.2013

Offshore-Windenergie kann im künftigen Energiesystem ein Garant für Versorgungssicherheit, Systemqualität und günstige Gesamtkosten sein. Das ist das zentrale Ergebnis einer neuen Studie des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES).

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass der Hauptgrund für die energiewirtschaftlichen Vorteile die sehr guten Kraftwerkseigenschaften der Offshore-Windenergie sind. Demnach könnten Windenergieanlagen auf dem Meer Betriebsstunden erreichen, die mit konventionellen Kraftwerken vergleichbar seien. Zudem ließen sich die Stromerträge gut vorhersagen. Die Anlagen könnten dadurch Regelleistung deutlich besser bereitstellen als andere fluktuierende erneuerbare Energien und einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Stromsystems leisten, so die Studie.

Die Studie wurde im Auftrag der Stiftung Offshore-Windenergie und unter Mitwirkung von Branchenvertretern erstellt. Sie hat anhand von drei Szenarien die Machbarkeit, die Funktionalität und die Systemkosten der Energieversorgung im Jahr 2050 analysiert. Erneuerbare Energien liefern in allen drei Szenarien 80 % des Endenergiebedarfs, aber in unterschiedlicher Zusammensetzung. In dem Szenario mit einem hohen Anteil von Offshore-Windenergie sinkt der Bedarf an Back-up- und Speicherkapazitäten deutlich und in der Folge die damit verbundenen Flexibilitätskosten. Laut Studie liegen sie jährlich zwischen 2,9 und 5,6 Mrd. € niedriger als in den Vergleichsszenarien mit sehr hohen Anteilen von Onshore-Windenergie und Photovoltaik.

Andreas Wagner, Geschäftsführer der Stiftung Offshore-Windenergie sagte im Rahmen der Vorstellung der Studie auf der EWEA Offshore in Frankfurt: „Offshore-Windenergie ist aufgrund seiner energiewirtschaftlichen Vorteile unverzichtbar für die Energiewende. Damit sich dieses Potenzial realisieren lässt, braucht es in den nächsten Jahren einen kontinuierlichen und ambitionierten Zubau an Erzeugungsleistung sowie klare Rahmenbedingungen von der zukünftigen Bundesregierung.“

Katharina Garus