Videovortrag: So sollen KWK und Solarthermie zusammenkommen

Martin Willige ist Key Account Manager bei Ritter XL Solar und stellte im Berliner Hilton das Heizperiodenmodell des BSW-Solar vor. (Foto: Tanja Peschel)
Martin Willige ist Key Account Manager bei Ritter XL Solar und stellte im Berliner Hilton das Heizperiodenmodell des BSW-Solar vor. (Foto: Tanja Peschel)
06.12.2015

Das Interesse an großen Solarthermieanlagen, die etwa in Wärmenetze einspeisen, ist in den letzten Monaten spürbar gestiegen. Allerdings droht das neue KWK-Gesetz diese Entwicklung wieder abzuwürgen. Martin Willige, Key Account Manager bei Ritter XL Solar, stellte auf dem Forum Solarpraxis einen Lösungsvorschlag des BSW-Solar vor.

Dass das Interesse von Stadtwerken und Kommunen an der Solarthermie steigt, hat vor allem mit der Schwäche der KWK zu tun. Niedrige Börsenstrompreise erschweren das Geschäft und machen viele Anlagen unrentabel. Daher erscheint es immer öfter interessant, Blockheizkrafterle in Zeiten niedriger Börsenstrompreise abzuschalten.

Das ist etwa im Sommer oft der Fall, wenn große Mengen Solarstrom ins Stromnetz eingespeist wird. Hier könnte dann die Solarthermie die Wärmeversorgung übernehmen, so der Vorschlag des BSW-Solar.

Allerdings erklärte Martin Willige auf dem Forum Solarpraxis, das die KWK-Förderung derzeit einen „Betriebswirtschaftlichen Zwang„ auf die Betreiber von BHKWs ausübe, die Anlagen auch im Sommer zu betreiben.

Nach dem Heizperiodenmodell, das neben dem BSW-Solar auch von diversen Forschungseinrichtungen befürwortet wird, sollte die Förderung der KWK im Sommer ausgesetzt werden.

Um Konflikte mit der KWK-Branche zu vermeiden und dieser auch weiterhin eine wirtschaftliche Perspektive zu bieten, soll diese nach dem Vorschlag des BSW-Solar dafür über einen längeren Zeitraum gestreckt werden. Im Detail erklärt Martin Willige das Modell im Video. Zudem haben wir an anderer Stelle auch schon einmal ausführlich berichtet.

Fünf weitere Vorträge zu großer Solarthermie und Fernwärme werden wir jeweils Montags veröffentlichen und exklusiv über unseren Newsletter "Erneuerbare Wärme" ankündigen. Den Newsletter können Sie hier abonnieren.

Jan Gesthuizen