EWE baut eigenes Forschungszentrum

Am 15. Januar fand der Spatenstich für das Institut statt. Ab 2009 sollen rund 50 Wissenschaftler an Lösungen einer zukünftigen und klimafreundlichen Energieversorgung forschen. Finanziell getragen wird das Energiezentrum von der EWE AG. Die Baukosten inklusive Ausstattung belaufen sich auf rund 9 Mio. €. Zusätzlich wird der Versorger für die kommenden zehn Jahre jährlich 5 Mio. € bereitstellen. Zur Finanzierung der Forschung sollen zudem Drittmittel von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen eingeworben werden.

Forschungsschwerpunkte sollen Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien (Brennstoffzelle, Photovoltaik), der Energieeffizienz und der Speicherung von Strom liegen. »Wir müssen den Prozess einer klimafreundlichen Energieversorgung auf den Weg bringen. Bislang ist die Grundlagenforschungen dafür bundesweit nicht ausreichend«, begründet Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender der EWE AG, das erhebliche finanzielle Engagement. Dafür formulierte er klare Ziele: »Wir erwarten nicht, dass das Institut Geld verdient, aber dass aus wissenschaftlichen Ideen schnell marktfähige Produkte werden und sich die Forschung bundesweit etabliert«, so Brinker. Zum Direktor wurde Carsten Agert berufen. Der 37-jährige Physiker war zuvor am Fraunhofer-Institut für solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE) in Freiburg tätig.