Conergy kühlt in Spanien

40 Flachkollektoren liefern die nötige Wärme für die Solarkühlanlage.<br/>
Fotos (3): Conergy
40 Flachkollektoren liefern die nötige Wärme für die Solarkühlanlage.
Fotos (3): Conergy

Die solare Kälteanlage passt in einen 20-Fuß-Schiffscontainer, in dem sie fertig montiert aus Deutschland geliefert wurde. Auf dem Dach der Schule sind 40 Kollektoren des Fabrikats Conergy F6000 installiert, die im Sommer warmes Wasser mit einer Temperatur von 90 °C bereitstellen.

Damit erzeugt die Absorptionskältemaschine des Fabrikats York WFC SC 10 Kaltwasser mit einer Temperatur von 7 °C. Schwankungen der Wärmeleistung fangen ein 1.500-Liter-Pufferspeicher und ein Kurzzeitwärmespeicher ab. Auf der Kaltwasserseite entkoppelt ein Speicher mit einem Volumen von 750 Litern die Kältemaschine vom Leitungsnetz. Das kalte Wasser durchströmt Kühldecken und Luftkühler. Die Abwärme, die in der Kältemaschine anfällt, führt ein trockenes Rückkühlwerk (BAC Baltimore Aircoil) ab.

Speziell für die solare Kühlung hat Conergy den Regler R 8000 entwickelt. In diesem Projekt und bei den anderen Prototypen ist der Regler noch kein eigenes Bauteil, sondern ein Programm, das auf einem Computer im Container installiert ist. So will Conergy noch weiter an der Entwicklung arbeiten, bevor der Regler in die Produktion geht.

Die Anlage wird von Deutschland aus überwacht, zudem sollen Hausmeister und Lehrer wöchentlich die Anlage auf sichtbare Schäden prüfen, und einmal im Jahr steht eine Inspektion der Kältemaschine, der Pumpen und des Rückkühlers auf dem Programm.

Die Solarkühlanlage gehört zu den von der Deutschen Energie-Agentur (Dena) geförderten »Leuchtturm-Projekten«, die deutschen Unternehmen aus der Erneuerbare-Energien-Branche helfen sollen, viel versprechende Auslandsmärkte zu erschließen. Mehr über dieses Programm lesen Sie in der Märzausgabe der Sonne Wind & Wärme im Artikel »Leutturmprojekte: Fuß in der Tür«.