BSW-Solar erwartet mehr Solaranlagen infolge steigender Ölpreise

BSW-Solar erwartet mehr Solaranlagen infolge steigender Ölpreise (Foto: iStock)
BSW-Solar erwartet mehr Solaranlagen infolge steigender Ölpreise. (Foto: iStock)
06.01.2017

Steigende Ölpreise, attraktive staatliche Förderangebote und verschärfte Klima- und Wärmeschutzauflagen werden 2017 zu einer verstärkten Nachfrage nach Solaranlagen führen. Dies ist die Erwartung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar).

Die angekündigten Kürzungen der Rohölfördermengen der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) sowie der rund ein Dutzend Nicht-Opec-Länder haben unmittelbar zu steigenden Heizölpreisen geführt. Zum Jahresende lag der Preis für 100 Liter Heizöl im Bundesdurchschnitt bei rund 60 Euro und damit etwa 50 % höher als zu Jahresbeginn. Ein weiterer Anstieg des Ölpreises gilt unter Energieexperten als wahrscheinlich.

Um die Energiekosten im Griff zu behalten, wirbt der BSW-Solar daher für den vermehrten Einsatz von thermischen Solaranlagen: "Mit einer Solarwärmeanlage macht man sich unabhängiger von schwankenden Öl- und Gaspreisen“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, in einer Presseerklärung. „Zudem beschleunigt man die Energiewende und die Abkehr von fossilen Brennstoffen.“

Förderung bis 5.600 Euro und sinkende Heizkosten

Um bis zu 30 % lässt sich die jährliche Heizkostenrechnung mit Solarthermie senken, in Niedrigenergiehäusern gar bis zu 40 %. Trotz der geringeren Sonneneinstrahlung kann die Solarthermie selbst im Winter einen Großteil des Warmwasserbedarfs bestreiten und das zentrale Heizsystem entlasten. Und: Für die Nachrüstung einer "solaren Heizung" ist es vollkommen egal, welche andere Wärmequelle im Gebäude vorhanden ist. Die Anlagen lassen sich mit allen anderen Technologien kombinieren, vom Ölkessel über Gasthermen oder Pelletheizung bis hin zur Wärmepumpe.

Heizen mit der Sonne macht also ein gutes Stück unabhängig von zugekaufter Energie. Doch nicht nur die Wirtschaftlichkeit im Betrieb macht die Anschaffung attraktiv: Fördermittel sorgen dafür, dass man sicher sein kann, dass sich die Anschaffung rechnet. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) etwa unterstützt die Anschaffung dieser Technologie zur Heizungsunterstützung bzw. der Kombination aus Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung bei Bestandsbauten größenabhängig mit 2.000 bis 5.600 Euro.

In Deutschland wurden bereits mehr als 2,2 Millionen Sonnenheizungen installiert. Neben der Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung im Eigenheimbereich werden sie vermehrt auch für Prozesswärmeanwendungen sowie die Wärmeversorgung ganzer Wohnquartiere eingesetzt. Allein 2016 wurden nach ersten Schätzungen des BSW-Solar rund 100.000 neue Solarwärmeanlagen installiert.

Buddensiek / BSW-Solar