BDH-Umfrage erklärt Absatzrückgang der Heizungsbranche

BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke sieht Hausbesitzer durch ständig neue Gesetze und Verordnungen verunsichert und fordert »Ruhe an der Front«.
Foto: Alexander Morhart
BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke sieht Hausbesitzer durch ständig neue Gesetze und Verordnungen verunsichert und fordert »Ruhe an der Front«. Foto: Alexander Morhart

BDH-Präsident Klaus Jesse und sein Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke stützten sich dabei auf eine repräsentative Befragung unter gut 1.000 Besitzern von Eigenheimen mit einem Baujahr vor 1993 durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Danach nutzten in 80 % dieser Gebäude die Hausbesitzer ihre Heizungen so lange, bis sie nicht mehr funktionieren. Vor dem frühzeitigen Kauf einer neuen, effizienteren Anlage schreckten die Befragten hauptsächlich wegen der hohen Anschaffungskosten zurück – nicht dagegen wegen deren Finanzierung. Der BDH wolle deshalb zukünftig stärker betonen, dass sich eine solche Investition nach fünf Jahren rechne. Eine konkrete Ursache für den Markteinbruch im vergangenen Jahr sei – abgesehen von einem Minusrekord beim Haus-Neubau – nach der Befragung aber auch, dass sich viele Hausbesitzer durch ständig neue Gesetze und Verordnungen verunsichert fühlten, außerdem durch eine unklare und zu bürokratische Förderpolitik. Nur ein Viertel derjenigen, die ihre Heizung modernisiert haben, nannte die staatliche Förderung als echten Anreiz.
Zusätzlich verberge sich ein hohes Potenzial hinter dem Widerspruch, dass zwar einerseits die wichtigste Informationsquelle für den Hausbesitzer der Heizungsinstallateur sei, dieser Installateur aber andererseits in nur 45 % der Fälle den Anstoß zur Modernisierung gebe. Die Hausbesitzer äußerten zudem ein großes Interessen an einer fachkundigen Energieberatung. Doch selbst von denen, die ihr Haus in den letzten drei Jahren modernisierten, nahm weniger als ein Drittel eine solche Energieberatung in Anspruch.
Alexander Morhart