Bauteilaktivierung für Sonnenhäuser

Peter Stockreiter, Geschäftsführer der Initiative Sonnenhaus Österreich, stellt auf der ORF Bühne auf der Energiesparmesse in Wels das Sonnenhaus-Konzept vor. (Foto: Initiative Sonnenhaus Österreich)
Peter Stockreiter, Geschäftsführer der Initiative Sonnenhaus Österreich, stellt auf der ORF Bühne auf der Energiesparmesse in Wels das Sonnenhaus-Konzept vor. (Foto: Initiative Sonnenhaus Österreich)
10.03.2017

Die Initiative Sonnenhaus Österreich hat auf der Energiesparmesse Wels ein großes Interesse für das Baukonzept von Sonnenhäusern mit Bauteilaktivierung verzeichnet. Im Rahmen des Förderprogramms „Demoprojekt Solarhausförderung“ gibt derzeit auch es eine hohe Förderung vom österreichischen Staat.

Die Initiative Sonnenhaus Österreich hat anlässlich der Energiesparmesse in Wels das Baukonzept und den Einsatz der solarthermischen Bauteilaktivierung bei Sonnenhäusern vorgestellt. „Wir konnten viele junge Pärchen an unserem Stand begrüßen, die gerade in der Planungsphase für ihr Eigenheim sind und der Sonnenhaus-Idee gegenüber sehr positiv eingestellt waren“, sagt Peter Stockreiter, Geschäftsführer der Initiative Sonnenhaus Österreich. Die solarthermischen Bauteilaktivierung bei Sonnenhäusern beruht auf dem Prinzip, Wärme von der Solarthermie-Anlage in Decken und Böden zwischen zu speichern und zeitversetzt zu nutzen. Der Wärmespeicher kann dann kleiner dimensioniert werden. „Dadurch wird der Platzbedarf für den Speicher reduziert, gleichzeitig profitieren die Bewohner mehrfach von dem hohen Anteil der Sonnenenergie in ihrer Wärmeversorgung.“

Die Vorteile des Sonnenhaus-Konzeptes erläuterte am Samstag Maximilian Grünseis, Inhaber des Fachbetriebes für ökologische Haustechnik Grünseis Gebäudetechnik in Hohenzell. Er hob besonders die Unabhängigkeit von Energieversorgern und eine große Versorgungssicherheit hervor. „Außerdem kann man mit einem Sonnenhaus leicht den Energiestandard A+++ erreichen“, fügte er hinzu. Grünseis lebt seit 2013 selbst in einem Sonnenhaus, in dem er rund 90 % seines Wärmebedarfs mit der Solarwärmeanlage decken kann. In der kalten Jahreszeit heizt er mit einem Holzkessel zu. So hatte er 2016 Heizkosten von nur 100 € für das ganze Jahr. „Der Erfolgsfaktor für hohe solare Deckungsgrade liegt in der Wärmespeicherung“, sagt der Solarexperte. Sie werde durch die Bauteilaktivierung stark unterstützt.

Um den Einbau von großen solarthermischen Anlagen voranzutreiben, gewährt die österreichische Bundesregierung im Rahmen des Förderprogramms „Demoprojekt Solarhausförderung“ eine hohe Förderung. Einzelheiten zur Förderung sowie zum Sonnenhaus-Bau- und Heizkonzept sind im Internet unter www.sonnenhaus.co.at zu finden.

Jens-Peter Meyer / Initiative Sonnenhaus Österreich