Ardis legt los

Das Verfahren der Ardis Beschichtungs GmbH beruht auf der Lichtbogenverdampfung.<br/>
Foto: Ardis
Das Verfahren der Ardis Beschichtungs GmbH beruht auf der Lichtbogenverdampfung.
Foto: Ardis

Bereits 2005 hatte der Tinox-Entwickler Michael Lazarov von einem neuen Beschichtungsunternehmen gesprochen. Im selben Jahr baute Ardis seine Beschichtungsanlagen auf. Das Jahr 2006 verbrachte das Unternehmen damit, sein auf Lichtbogenverdampfung (ARC-PVD-Verfahren) basierendes Herstellungsverfahren weiterzuentwickeln, denn das Verfahren zur Serienreife zu entwickeln erwies sich als schwieriger, als nach den Vorversuchen erwartet.

Geschäftsführer des neuen Unternehmens ist Oliver Arntz. Lazarov ist nicht mehr für Ardis tätig, stehe aber auf Anfrage beratend zur Seite.

Als Beschichtungsmaterialien setzt Ardis Titan und Aluminium ein. Das Unternehmen stellt vor allem die Umweltbilanz seines neuen Verfahrens heraus: Im Beschichtungprozess fallen nach Firmenangaben keine Chemikalien und Dämpfe und kein Abwasser an. Zudem sei der Energieverbrauch geringer als bei anderen Verfahren.

Spezielle Absorptions- und Entspiegelungsschichten sorgen beim Einsatz in Solarkollektoren für einen hohen Absorptionsgrad. Weiterhin stellt der gute Korrosionsschutz ein besonderes Qualitätsmerkmal dar, so dass die Nutzung der Solarthermie auch in Küstennähe ermöglicht wird. Für möglichst geringe thermische Emission sorgt die IR-Reflexion des Trägermaterials.

Von dem Absorberband, das unter dem Markennamen Perit erhältlich ist, will Ardis noch in diesem Jahr rund 100.000 m² produzieren. Bereits im nächsten Jahr soll die volle Auslastung der Maschinenkapazität (ca. 600.000 m²) erreicht werden