USA planen 30 % Einfuhrzoll auf Module aus China

US-Präsident Donald Trump plant Einfuhrzöllen auf Solarimporte aus Asien. (Foto: iStock)
US-Präsident Donald Trump plant Einfuhrzöllen auf Solarimporte aus Asien. (Foto: iStock)
23.01.2018

US-Präsident Donald Trump plant, mit Einfuhrzöllen gegen angebliche Billigimporte von Solarzellen und -modulen aus China vorzugehen.

Trumps Handelsbeauftragter Robert Lighthizer teilte mit, die Einfuhrzölle auf chinesische Photovoltaikimporte sollen anfangs 30 % betragen und innerhalb von vier Jahren auf 15 % sinken. Zuvor hatten sich US-Unternehmen der Solarbranche wie SolarWorld Americas Inc. und Suniva Inc. über Dumpingpreise von Rivalen aus Asien beschwert.

Chinas Handelsministerium äußerte laut „ZEIT online“ eine "starke Unzufriedenheit" über protektionistischen Maßnahmen. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Welthandelsorganisation werde China "seine legitimen Interessen entschieden verteidigen".

Doch während sich Juergen Stein, CEO und President der SolarWorld Americas Inc. seine Zufriedenheit mit der Entscheidung äußerte, kam deutliche Kritik von Seiten des US-amerikanischen Branchenverbands SEIA (Solar Energy Industry Association). SEIA befürchtet den Verlust von bis zu 23.000 Arbeitsplätzen in der amerikanischen Solarindustrie im Laufe dieses Jahres und die Rückstellung von Investitionsentscheidungen in Milliardenhöhe.

Volker Buddensiek