Juwi plant Deutschlands größte PV-Anlage

Auf diesem ehemaligen Militärgelände will Juwi bis zum Jahr 2009 eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 40 MWp errichten. <br/>
Foto: Juwi
Auf diesem ehemaligen Militärgelände will Juwi bis zum Jahr 2009 eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 40 MWp errichten.
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Als weltgrößtes Solarstromkraftwerk bezeichnet Juwi die Anlage in seiner Pressemitteilung. Gemessen an den zur Zeit installierten Anlagen stimmt das, doch in China ist bereits eine 100 MWp-Anlage in Planung und in Portugal soll ein Solarpark mit 60 MWp entstehen. »Aber wir sind vorher fertig – wenn alles gut läuft sogar schon Anfang des Jahres 2009«, ist sich Juwi-Pressesprecher Christian Hinsch sicher.

Die rund 550.000 Module stammen, wie fast bei allen Juwi-Anlagen, vom Hersteller First Solar. Sie sollen vor allem in der neuen Fabrik in Frankfurt/Oder produziert werden.

Der gesamte Solarpark soll »nur« 130 Mio. € kosten. Das macht einen spezifischen Preis von 3.250 €/kWp. Den üblichen Endkundenpreis für eine PV-Anlage inklusive Montage gaben die Großhändler in der SW&W-Umfrage im Dezember noch mit 4.500 bis 5.300 €/kWp an. Investor und zukünftiger Eigentümer ist die Sachsenfonds GmbH, ein Unternehmen der Sachsen LB Gruppe. Die Sachsenfonds soll diesen Sommer einen geschlossenen Fonds auflegen, um das nötige Eigenkapital zu beschaffen. Das Fremdkapital stellt die Sachsen LB Gruppe, unter anderem aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereit.

Juwi wird die Anlage im Auftrag des Eigentümers überwachen und betreiben. Direkt auf dem Anlagengelände soll eine Niederlassung entstehen, von der aus der Generalunternehmer auch zukünftige Projekte in Ostdeutschland betreuen will. Am Bau der Anlage sollen rund 100 Menschen beteiligt sein.

Hinsch sieht in Deutschland durchaus eine Perspektive für mehrere dieser Riesenanlagen. »Es gibt noch einige ungenutzte Militärflächen in Deutschland, die man für Solarstromprojekte nutzen könnte«. Auch mit Anwohnern und Naturschutzverbänden habe es keine Probleme gegeben. »Wir haben das normale Genehmigungsverfahren durchlaufen und entsprechenden Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt. Da es sich um ein ehemaliges Militärgelände handelt ist der Wert für den Naturschutz gering. Und der angrenzende Waldbestand sorgt dafür, dass das Gelände nicht sehr stark einsehbar ist.«