Berliner Haftanstalten nutzen Solarstrom

03.08.2017

Auf der Justizvollzugsanstalt (JVA) Berlin-Plötzensee bauen die Berliner Stadtwerke eine PV-Anlage mit einer für die Eigenversorgung bestimmten Leistung von 840 kW. Wie das Unternehmen mitteilt, läuft das Projekt ohne EEG-Förderung.

Nach Angaben der Berliner Stadtwerke entsteht auf der JVA die bisher größte Berliner Eigenverbrauchsanlage, die im Rahmen eines Großauftrags über 28 Solarkraftwerke auf landeseigenen Gebäuden errichtet wird. Den Auftrag über insgesamt 4,6 MW Solarleistung haben die Berliner Stadtwerke 2016 von der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH in einer europaweiten Ausschreibung erhalten.

In diesem Jahr werden sechs Berliner JVA zu Selbstversorgern – neben Plötzensee auch Tegel, Heidering in Brandenburg, das Frauengefängnis Reinickendorf, der offene Vollzug in Hakenfelde sowie der Jugendarrest in Lichtenrade. 750 kW auf der JVA Heidering sind bereits installiert.

Die Berliner Stadtwerke, eine 100-prozentige Tochter der Berliner Wasserbetriebe, sind Finanzierer und Betreiber der Anlagen. Errichtet werden sie gemeinsam mit dem mittelständischen Anlagenbauer Berolina Solar GmbH & Co KG. Die BIM pachtet die Anlagen und nutzt sie zur kostengünstigen Versorgung der Gebäude, der Bediensteten und – im Falle der JVA – der Insassen.

Ralf Ossenbrink / Berliner Stadtwerke GmbH