innogy SE setzt auf EEBUS im Energiemanagement

innogy setzt auf EEBUS als Bindeglied zwischen Smart Home und Haustechik (Grafik: innogy SE)
innogy setzt auf EEBUS als Bindeglied zwischen Smart Home und Haustechik. (Grafik: innogy SE)
02.05.2017

Die innogy SE ist neues Mitglied der EEBUS Initiative. Der Standard wird künftig in die Betriebssoftware der Zentrale und der Geräte von innogy SmartHome integriert. Die Haussteuerung der RWE-Tochter berücksichtigt bei der Vernetzung der Haustechnik auch PV-Anlagen, Speicher und Elektromobilität.

Die Integration in die Haussteuerung von innogy vergrößere die Verbreitung des EEBUS-Standards erheblich: „Wir freuen uns, mit innogy SmartHome einen der Pioniere im Smart Home begrüßen zu dürfen“, sagt EEBUS-Vorstand Peter Kellendonk. Damit arbeite die EEBUS Initiative mit allen führenden Anbietern in diesem Bereich zusammen und gewinne so auch für die Hersteller von Heizungsanlagen, Hausgeräten, E-Mobil-Ladetechnik und Photovoltaik weiter an Bedeutung.“

Für innogy ist die Haussteuerung ein Instrument, mit dem der Einzelne die Energiewende zuhause mitgestalten kann. „Unser System übernimmt auf Wunsch auch das Energiemanagement“, sagt Norbert Verweyen, Geschäftsbereichsleiter Effizienz bei innogy und ergänzt: „Daher ist EEBUS mit dem energiewirtschaftlichen Ansatz und der herstellerübergreifenden Integration vieler Geräte der ideale Partner für innogy SmartHome.“

Die EEBUS Initiative setzt das Ziel ihrer Mitgliedsfirmen um, für Smart Home-Systeme sowie alle Geräte und Anlagen der Haustechnik eine gemeinsame Sprache zu entwickeln. Geräte und Anlagen sollen über Hersteller- und Branchengrenzen hinweg kommunizieren und Energie effizient einsetzen. „Die Arbeitsgruppen gehen bei der Entwicklung des EEBUS-Standards stets von praktischen Anwendungsfällen aus. Sie definieren gemeinsam, welche Informationen die verschiedenen Geräte austauschen müssen, um Energie sinnvoll einzusetzen“, so Peter Kellendonk.

Im März 2017 hat die Arbeitsgruppe für den Anwendungsbereich „Heizung, Lüftung und Klima“ (HVAC) den EEBUS-Standard für vernetzte Heizungsanlagen vorgestellt. Weitere Arbeitsgruppen entwickeln derzeit die EEBUS-Schnittstellen für die Anwendungsbereiche „E-Mobility“, „Smart Metering“ und „Smart Grid“. Für Photovoltaikanlagen und Haushaltsgeräte gibt es bereits bestehende Schnittstellen. „Die EEBUS Initiative setzt ihren Schwerpunkt auf Heizung, Elektro-Hausgeräte, Photovoltaik, Batteriespeicher und Elektromobilität. Das ist auch der Fokus von innogy SmartHome. Wir begrüßen es sehr, dass hier die Standardisierung für konkrete Anwendungen weiter vorangetrieben wird“, betonz Norbert Verweyen. Zu den EEBUS-Mitgliedern zählen große Smart Home-Anbieter und PV-Spezialisten wie SMA und Solarworld, Heizungshersteller wie Bosch Thermotechnik (Buderus, Junkers), Vaillant und Viessmann sowie die Hausgerätehersteller BSH (Bosch, Siemens), Liebherr und Miele. Im Bereich der E-Mobility beteiligen sich mit dem Verband deutscher Automobilhersteller VDA und dem Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller VDIK alle großen Hersteller an der Integration ihrer E-Mobil-Ladetechnik im EEBUS-Standard.

Ralf Ossenbrink / innogy SE