Auf der Suche nach einer Leittechnik für Batteriefertigung

Auch in der Batteriefertigung geht es um Kostensenkung und Produktivität.
Foto: M+W Group
19.03.2014

Die Siemens Division Industry Automation und der Stuttgarter Anlagenbauer M+W Group haben eine Zusammenarbeit vereinbart. Beide Unternehmen wollen eine Leittechniklösung für die industrielle Serienfertigung von Batterien entwickeln und so den Weg für Energiewende und Elektromobilität ebnen.

Es geht vor allem um großformatige Speicher, bei deren Herstellung mehr Automatisierung gefragt ist. Wie die Unternehmen mitteilen, sollen Komponenten der Siemens-Produktgruppen Simatic und WinCC für ein Leittechnikkonzept genutzt werden. Die M+W Group soll technisches Know-how für die Optimierung komplexer Produktionsprozesse einbringen. Mit einer übergeordneten Leittechniklösung sollen alle Prozesse zentral und online überwacht, analysiert und gesteuert werden können – damit Veränderungen schnell zu erfassen und zu korrigieren sind. Ziel ist eine konstant hohe und reproduzierbare Batteriequalität bei höchster Prozesssicherheit.

Die Entwickler sehen in Lithium-Ionen-Batterien eine Schlüsselkomponente sowohl für moderne Fahrzeuge und für die dezentrale Speicherung von Strom. Siemens habe speziell für Batteriehersteller und deren Zulieferer ein spezielles Portfolio für die Automatisierung zusammengestellt, heißt es in einer Pressemitteilung. Es bietet Steuerungen, Antriebe und Kommunikationsinfrastruktur für  den gesamten Fertigungsprozess vom Mixen des Elektrodenmaterials bis zu fertigen Zellen und Packs, zudem die übergelagerte Industrie-Software für Planung, Steuerung und Überwachung. Die M+W Group ist nach eigenen Angaben seit 2008 bereits verschiedene Projekte für internationale Batterie- und Automobilkonzerne sowie Forschungseinrichtungen umgesetzt – mit dem Ziel, die erwünschte deutliche Kostensenkung mit höchsten Anforderungen an die Fertigungsqualität zu verbinden.

Ralf Ossenbrink