Wärmepumpenabsatz 2019: Leichtes Wachstum bei schwungvollem Start und zunehmender Zurückhaltung

10.04.2020

Es sind nach wie vor die Luftwärmepumpen, die die Tendenz des Markts bestimmen: 2019 wurden in diesem Segment insgesamt 66000 Geräte verkauft, das entspricht einer Steigerung von 9% im Vergleich zum Vorjahr. Erdgekoppelte Systeme (einschl. Grundwasser-Wärmepumpen) mussten im Jahr 2019 Einbußen hinnehmen: Mit 20000 Geräten sank der Absatz gegenüber dem Vorjahr um rund 15%. Luftwärmepumpen machten somit 77% des Gesamtabsatzes aus (im Vorjahr waren es 72%), Erdwärmepumpen und sonstige liegen bei 23% (gegenüber 28% im Jahr 2018).

Insgesamt sind in Deutschland nun rund 966 000 Heizungswärmepumpen installiert. „Der Markt wächst langsam aber stetig und die Branche zeigt sich zuversichtlich. Wir gehen davon aus, dass die Wachstumskurve mit Beginn der neuen 2020er-Jahre aufgrund der attraktiven Förderbedingungen steiler ausfallen wird“, prognostiziert Paul Waning, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Wärmepumpe.

Neue Förderrichtlinien machen Hoffnung auf Modernisierungsschub

Die seit Januar 2020 geltende Anteilsförderung für das Heizen mit erneuerbaren Energien aus dem Marktanreizprogramm der Bundesregierung könnte ein Impulsgeber für den Einbau umweltschonender Heizungssysteme werden – vor allem in der Modernisierung. „Zumindest der Informationsbedarf bei Hausbesitzern und Bauherren, Handwerkern und Planern ist, gemessen an den eingehenden Anfragen in unserer Berliner Geschäftsstelle, schon im ersten Monat des neuen Jahrzehnts spürbar gestiegen“, berichtet P. Waning.

Die Bundesregierung unterstützt den Einbau klimaschonender Heizungen wie Wärmepumpen seit diesem Jahr mit einem Investitionszuschuss von bis zu 35 % im Neubau und in der Modernisierung. Wird eine Ölheizung ersetzt, werden Wärmepumpen sogar mit bis zu 45 % Erstattung der Investitionskosten gefördert.

waermepumpe.de