Vorfahrt für minimale bis null Energiekosten

31.01.2020

Durch die seit dem 1. Januar geltenden BAFA-Zuschüsse sowie höhere Tilgungs- und Investitionszuschüsse der KfW-Bankengruppe ab 24. Januar zahlen sich die Mehrkosten für die klimaschonenden Anlagen jetzt noch schneller zurück, wenn sie nicht sogar komplett gefördert werden.

In Sonnenhäusern decken große Solarthermie- und Photovoltaik-Anlagen bei der gängigen Anlagenauslegung zwischen 50 und 70 % des Energiebedarfs solar. Zwar wurde in den überarbeiteten Richtlinien des Marktanreizprogramms (MAP) des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Innovationsförderung für Sonnenhaus-Heizungen ersetzt. „Die neue prozentuale Förderung ist für Bauherren aber mindestens genauso attraktiv“, betont Georg Dasch, 1. Vorsitzender des Sonnenhaus-Institut e. V. Für die große Solarthermie-Anlage auf einem Sonnenhaus („Solaraktivhaus“ in der BAFA-Richtlinie) erstattet das BAFA 30 % der förderfähigen Kosten. Für Wärmepumpen, die in Kombination mit einer Photovoltaikanlage solarstromgeregelt in Sonnenhäusern zum Einsatz kommen, beträgt der Fördersatz 35 %. Mit diesen Sätzen werden die Mehrkosten für die Anlagentechnik nach Berechnungen des Sonnenhaus-Instituts zu 80 bis 100 % gedeckt.

Neue KfW-Förderung tritt am 24. Januar in Kraft

In dem Programm „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ (153) hat die KfW die Tilgungs- und Investitionszuschüsse sowie den Kreditbetrag deutlich erhöht. Die neuen Förderkriterien traten am 24. Januar in Kraft. Der maximale zinsgünstige Kreditbetrag steigt um 20 000 € auf insgesamt 120 000 € für ein KfW-Effizienzhaus 55, 40 und 40 Plus. Die Tilgungszuschüsse wurden jeweils um 10 Prozentpunkte erhöht. Beim KfW-Effizienzhaus 55 gewährt die KfW nun einen Tilgungszuschuss von 15 % auf einen Kreditbetrag von maximal 120 000 €. Das sind 18 000 € je Wohneinheit.

Dazu kann noch ein Zuschuss für die Baubegleitung von 50 % bis maximal 4 000 € beantragt werden. „Bei einem Einfamilienhaus sind das circa 2 500 €, die dann nochmals zu den 18 000 € dazu kommen“, sagt Rainer Körner, 2. Vorsitzender des Sonnenhaus-Instituts. „Wir empfehlen allerdings, gleich auf KfW-Standard 40 oder 40 Plus zu gehen. Mit der Sonnenhaus-Technik sind die besseren Standards leicht zu erreichen und die Förderung ist nochmals deutlich lukrativer.“

Für ein KfW-Effizienzhaus 40 Plus werden 25 % von maximal 120 000 € Kreditbetrag erlassen. Das entspricht einem Tilgungszuschuss bis 30 000 € je Wohneinheit. Über Details der neuen Förderkonditionen für Neubau und Sanierung informieren die Fachleute des Sonnenhaus-Instituts. Sie helfen auch bei der Antragstellung. Kontaktdaten und Informationen über das Sonnenhaus-Bau- und Energiekonzept

sonnenhaus-institut.de