Vattenfall erwirbt niederländisches Start-up Senfal

Senfal hat für den Handel von Strom eine Software entwickelt, die auf Algorithmen und dem Einsatz künstlicher Intelligenz basiert (Bild: Vattenfall)
Senfal hat für den Handel von Strom eine Software entwickelt, die auf Algorithmen und dem Einsatz künstlicher Intelligenz basiert (Bild: Vattenfall)
26.06.2019

Vattenfall hat 100 % der Anteile an dem niederländischen Start-up Unternehmen Senfal erworben. Senfal bietet innovative, software-basierte Dienstleistungen für die Flexibilisierung der industriellen Nachfrageseite nach Strom sowie für die Optimierung der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien.

Hierdurch sollen sowohl auf Seiten industrieller Großkunden als auch auf Seiten der Betreiber von Wind- und Solarparks sowie bei Betreibern von Batterien entsprechende Potenziale aus Flexibilitäten wertsteigernd genutzt werden. Senfal hat für den Handel von Strom eine Software entwickelt, die auf Algorithmen und dem Einsatz künstlicher Intelligenz basiert. Diese Technologie ermöglicht es Windparkbetreibern und großen Industrieunternehmen, ihre Anlagen optimal zu nutzen. So genannte »trading robots« treffen Kauf- und Verkaufsentscheidungen im kurzfristigen Handel auf Energiemärkten völlig autonom und automatisiert. Der automatisierte Demand-Response-Service von Senfal steuert die Flexibilität der Anlagen, kontrolliert und passt Produktionspläne der Anlagen an, um so Flexibilitäten entsprechend zu monetarisieren. Hierdurch können zum einen industrielle Großkunden ihre Energiekosten deutlich reduzieren, zum anderen können Wind-, Solar- und Batteriebetreiber ihre Erlöse substanziell verbessern.

»Senfal verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz und zeigt innovatives Denken auf dem Gebiet des automatisierten Demand-Response- und Robotikhandels mit Strom«, sagt Erik Suichies, Leiter des europäischen Großkundengeschäfts von Vattenfall. »Die hinzugewonnenen Kompetenzen stärken Vattenfalls Position als Energieanbieter für industrielle Großkunden und Betreiber von erneuerbaren Energieanlagen in Nordwesteuropa.«

Sander ten Kate, Geschäftsführer von Senfal, sagt: »Durch die Partnerschaft mit Vattenfall können wir unsere Technologie auf eine große Kundenbasis erweitern und so die gewünschten Effekte erzielen, deshalb ist dies der logische  nächste Schritt für uns.

www.vattenfall.com | www.senfal.com