Shell beginnt mit Bau der größten Bio-LNG-Anlage Deutschlands

Fabian Ziegler, Geschäftsführer Shell Deutschland, Ministerpräsident Hendrik Wüst und Marco Richrath (v. l.), General Manager des Shell Energy and Chemicals Park Rheinland, eröffneten offiziell die Baustelle
Fabian Ziegler, Geschäftsführer Shell Deutschland, Ministerpräsident Hendrik Wüst und Marco Richrath (v. l.), General Manager des Shell Energy and Chemicals Park Rheinland, eröffneten offiziell die Baustelle
14.03.2022

Im Shell Energy and Chemicals Park Rheinland ist der Startschuss für den Bau einer Bio-LNG-Anlage gefallen. Gemeinsam eröffneten Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst, Fabian Ziegler, Vorsitzender der Geschäftsführung von Shell in Deutschland, sowie Marco Richrath, General Manager des Shell Energy and Chemicals Park Rheinland offiziell die Baustelle.

Nach dem 2021 in Betrieb genommenen Elektrolyseur Refhyne für grünen Wasserstoff ist dieses neue Projekt ein weiterer Baustein der Transformation des Shell Standorts zu einer Plattform für nachhaltige Energie- und Chemieprodukte. In der Bio-LNG-Anlage sollen ab etwa der zweiten Jahreshälfte 2023 jährlich bis zu 100 000 t eines CO2-neutralen verflüssigten Gemischs aus Biomethan und Erdgas produziert werden.

Der als Bio-LNG bezeichnete Kraftstoff birgt großes Potenzial für die Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs. Die in Godorf produzierten Mengen können in den Jahres-Bedarf von rd. 4 000 bis 5 000 LNG-Lkw decken. Das eröffnet die Möglichkeit, im Vergleich zu einem konventionellen Diesel-Lkw, jährlich bis zu 1 Mio. t CO2 einzusparen.

Biomethan aus nachhaltigen Reststoffen

Möglich ist das durch den Einsatz von Biomethan aus nachhaltigen Reststoffen, wie beispielsweise Gülle und Mist, dessen sog. CO2-Intensität negativ ist, da das sehr klimawirksame Gas nicht etwa auf Äckern oder aus Gruben in die Atmosphäre entweicht, sondern als Energieträger genutzt wird.

Gespeist wird die Bio-LNG-Anlage künftig über die normale Gasleitung, über die Biomethan problemlos transportiert werden kann. Dies ermöglicht, große Mengen zentral zu verarbeiten und für den Markt zur Verfügung zu stellen. In der Anlage im Rheinland wird das Gas auf –162 °C gekühlt und damit zu Bio-LNG verflüssigt. In speziellen Tanklastern wird es dann zu LNG-Tankstellen von Shell in ganz Deutschland transportiert.

Fabian Ziegler unterstrich die Vorteile des integrierten Ansatzes von Shell: »Indem wir den Aufbau der gesamten Lieferkette von der Biomethanversorgung über Verflüssigung hier im Rheinland bis zum -Aufbau eines LNG-Tankstellennetzes in nahezu Rekordzeit vorantreiben, eröffnen wir unseren Kunden der Transportbranche die Chance, ihren CO2-Fußabdruck zeitnah zu senken. Denn das ist was sie wollen und brauchen – zugunsten des Klimas. Und wir sehen das sehr deutlich in der Geschäftsentwicklung LNG--Kraftstoff, die weit über unseren Erwartungen verläuft.«