RWE & E.on: Nur Banken sind unbeliebter

Da hilft auch kein Putzen. Große Energiekonzerne gelten unter Journalisten als wenig vertrauenswürdig.
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03.07.2014

Eine aktuelle Umfrage des Branchenmagazins „Journalist“ zur Glaubwürdigkeit deutscher DAX-Unternehmen stellt den großen Energiekonzernen ein mieses Zeugnis aus.

Von den 30 deutschen Dax-Konzernen ist nur die Deutsche Bank in den Augen der Medienmacher unglaubwürdiger als RWE und E.on, die die beiden vorletzten Plätze belegen. Auf einer Skala die von 1 (sehr glaubwürdig) bis 4 (überhaupt nicht glaubwürdig), erreichten die beiden Unternehmen jeweils einen Wert von lediglich 3,2. Die Deutsche Bank schlägt die Energieriesen mit einem Wert von 3,34. Auf dem vierten Platz folgt dann wieder ein Finanzinstitut. Die Commerzbank erreicht einen Glaubwürdigkeitsindex von lediglich 3,13.

Gefragt wurde außerdem nach der Relevanz der Dax-Unternehmen. Hier liegen beide Energiekonzerne mit Platz neun und zehn immerhin noch in den Top10. Dominierend sind hier, typisch Deutschland, die Automobilkonzerne. Aber immerhin landen, mit Ausnahme der deutschen Bank, fast sämtliche Finanz- und Versicherungskonzerne sowie alle im DAX vertretenden Pharmaunternehmen unter den Energiekonzernen. Ein deutliches Indiz, das dem Thema Energie und Klimawandel aller Unkenrufe zum Trotz, von der Medienbranche auch weiterhin eine hohe Relevanz beigemessen wird.

Befragt wurden 1.420 Journalisten aus allen denkbaren Ressorts, wie Kultur, Lokales, Politik, Technik oder Wirtschaft. Die größten Gruppen innerhalb der Befragung stellten dabei Journalisten aus dem Bereich Wirtschaft (31,3 %) sowie Wissenschaft & Technik (26,8 %).

Jan Gesthuizen