Ergebnisse der Ausschreibungen für Windenergieanlagen an Land und Biomasseanlagen zum 1. September

Die Ausschreibung für Windenergie an Land zum Gebotstermin 1. September 2021 war das erste Mal seit der Dezember 2020 wieder überzeichnet	Quelle: Pixabay
Die Ausschreibung für Windenergie an Land zum Gebotstermin 1. September 2021 war das erste Mal seit der Dezember 2020 wieder überzeichnet Quelle: Pixabay
07.12.2021

Die Bundesnetzagentur hat Mitte Oktober die erfolgreichen Gebote der technologiespezifischen Ausschreibungen für Windenergie an Land und Biomasse zum 1. September bekanntgegeben.

Ausschreibung für Windenergie an Land

Die Ausschreibung für Windenergie an Land zum Gebotstermin 1. September 2021 ist das erste Mal seit der Dezemberrunde 2020 wieder überzeichnet. Bei einer ausgeschriebenen Menge von 1 492 MW wurden 210 Gebote mit einem Volumen von 1 824 MW eingereicht. Eine Reduzierung des Ausschreibungsvolumens war in dieser Runde anders als in der Runde zuvor durch die Bundesnetzagentur vorab nicht vorgenommen worden, da eine Unterzeichnung anhand der vorliegenden Informationen nicht drohte.

166 Gebote mit einem Umfang von 1 494 MW konnten bezuschlagt werden. Die Gebotswerte der bezuschlagten Gebote reichen von 5,20 Ct/kWh bis 5,92 Ct/kWh. Der mengengewichtete, durchschnittliche Zuschlagswert liegt bei 5,79 Ct/kWh. Der Wert liegt merklich unter dem Höchstwert von 6,00 Ct/kWh in dieser Runde.

Regional betrachtet entfiel das größte Zuschlags-Volumen auf Gebote für Standorte in Schleswig-Holstein (401 MW, 43 Zuschläge), Nordrhein-Westfalen (315 MW, 51 Zuschläge) und Niedersachsen (265 MW, 19 Zuschläge). Die Bundesnetzagentur musste sechs Gebote wegen Formfehlern vom Verfahren ausschließen.

Ausschreibung für Biomasse

Zum Gebotstermin 1. September 2021 wurden 275 MW ausgeschrieben. Es wurden 100 Gebote mit einem Volumen von 86,5 MW eingereicht. Diese Runde war damit erneut deutlich unterzeichnet.

Aufgrund der Unterzeichnung fand erneut die durch das EEG 2021 eingeführte Mengensteuerung für Biomasseanlagen Anwendung. Dafür wurden zunächst die Gebote von Neu- und Bestandsanlagen separiert (sieben Gebote für Neuanlagen mit 20,5 MW und 93 Gebote für Bestandsanlagen mit 66 MW) und auf ihre Zulässigkeit geprüft. Sechs Gebote mussten aufgrund von Formfehlern vom Verfahren ausgeschlossen werden. Anschließend wurde das Zuschlagsvolumen jeweils auf 80 % des Volumens der zugelassenen Gebote für Neu- und Bestandsanlagen gekürzt.

Insgesamt waren noch 73 Gebote mit einem Volumen von 70 MW erfolgreich. Die Gebotswerte der bezuschlagten Gebote liegen zwischen 12,00 Ct/kWh und 18,73 Ct/kWh. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert beträgt 17,48 Ct/kWh und ist gegenüber den Vorrunden deutlich gestiegen.

Die Veröffentlichungen der aktualisierten Gebotsrundenstatistiken werden in Kürze erfolgen.

www.bnetza.de