Samsung investiert 322 Mio. € in E-Mobilität

01.09.2016

Samsung SDI, ein Tochterunternehmen des koreanischen Konzerns Samsung, hat etwa 320 Mio. € in eine Batteriefabrik für Elektrofahrzeuge im ungarischen Göd investiert. In der zweiten Jahreshälfte 2018 soll die Fabrik den kommerziellen Betrieb aufnehmen.

Nach einer Batteriefabrik in Südkorea und einer in China, deckt SDI mit der Investition von etwa 320 Mio. € (ca. 100 Mrd. ungarische Forint bzw. 400 Mrd. südkoreanische Won) in die Fabrik in Ungarn nun auch den europäischen Markt ab. Im Jahr 2018 soll die Fabrik auf ein jährliches Produktionsvolumen von 50.000 Lithium-Ionen-Akkus kommen. Der Standort wurde ausgewählt, um möglichst schnell auf die Bedürfnisse europäischer Autohersteller eingehen zu können. Dazu zählen bisher bereits BMW, Fiat und Audi.

Der Produktionsstandort Göd befindet sich rund 25 km nördlich der ungarischen Hauptstadt Budapest. Dort wird die Produktion von Akkus für reine Elektrofahrzeuge auf einem etwa 330.000 m² großen Gelände stattfinden, das zuvor bereits für die Produktion von Röhren- und später Plasmabildschirmen benutzt wurde, wegen mangelnder Nachfrage jedoch geschlossen werden musste. Nun soll die Fabrik wieder 600 neue Arbeitsplätze in der Region schaffen. Das Unternehmen rechnet auch mit Synergien mit SDI Battery Systems, ehemals Magna Steyr, einem österreichischen Hersteller von Akkupacks, den SDI 2015 übernommen hat.

„In der nahen Zukunft wird ein explosionsartiges Wachstum beim Verkauf elektrischer Fahrzeuge erwartet“, erklärte SDIs Executive Vice President, Jung Se Woong, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Péter Szijjártó, dem ungarischen Außenminister. Szijjártó erklärte außerdem, dass Samsung von der Stadt Göd steuerliche Vorteile erhalten werde, da EU-Verordnungen verhinderten, dass die Regierung finanzielle Unterstützungen zur Verbesserung der Infrastruktur in der Umgebung der Hauptstadt vornehme.

Tanja Peschel