Porsche stellt 1.400 Mitarbeiter zur E-Auto-Entwicklung ein

Die Konzeptstudie des „Mission E“, dem rein elektrisch betriebenen Sportwagen, den Porsche Ende des Jahrzehnts auf den Markt bringen möchte. (Foto: Porsche AG)
Die Konzeptstudie des „Mission E“, dem rein elektrisch betriebenen Sportwagen, den Porsche Ende des Jahrzehnts auf den Markt bringen möchte. (Foto: Porsche AG)
27.07.2016

Der Automobilhersteller Porsche will mehr als 1.400 neue Mitarbeiter in der Region Stuttgart einstellen. Grund ist der neue „Mission E“, ein rein elektrisch betriebener Sportwagen, dessen Konzept auf der IAA 2015 vorgestellt wurde und der nun in die Entwicklung gehen soll.

Der Mission E soll mit zwei permanent erregten Synchronmotoren auf 600 PS beziehungsweise 440 kW Leistung kommen und mehr als 500 km Reichweite haben. Außerdem soll der Sportwagen besonders schnell wieder geladen sein. Mittels „Porsche Turbo Charging“, einer Spannungsverdopplung auf 800 Volt, lässt sich die Batterie laut Porsche innerhalb von 15 Minuten wieder zu 80 % füllen. Zukünftige Besitzer können aber auch die bisher übliche 400-Volt-Ladestation nutzen, um das Auto zu betanken. Bis man im Mission E in "weniger als 3,5 Sekunden auf Tempo 100" beschleunigen kann, wird es aber vermutlich noch eine Weile dauern. Denn angekündigt ist der Sportwagen für „Ende des Jahrzehnts“.

Ende Juni 2016 hatte Porsche 26.200 Mitarbeiter. 2016 fährt das Unternehmen bewusst einen Konsolidierungskurs, doch die Planungen sehen ein weiteres kontinuierliches Personalwachstum vor. Treiber sei zum einen der Mission E, aber auch die digitale Transformation, die zusätzliches Wissen und zum Teil auch neue Mitarbeiter erfordert.

Das Unternehmen sucht für das Projekt nun Experten aus den Bereichen Digitalisierung, E-Mobility, Smart Mobility und Connected Car. Insgesamt investiert Porsche in den Standort Zuffenhausen, wo 1.200 der neuen Stellen geschaffen werden, etwa 700 Millionen €. Zudem erhöht das Unternehmen in Hinblick auf den digitalen Wandel und die Entwicklung des Mission E die Zahl der Ausbildungsplätze von 150 auf 220 und die Zahl der technisch-gewerblichen Auszubildenden steigt ab 2016 von 104 auf 154. Gesamtbetriebsratschef Uwe Hück betont, es käme bei den neuen Arbeitnehmern nicht allein auf eine akademische Ausbildung an: „Was wir brauchen sind Menschen, die ihr Handwerk  in einer analogen und digitalen Welt beherrschen.“

Tanja Peschel / Porsche AG