Forscher wollen Lithium-Ionen-Batterien effizienter machen

Beim Projekt „Li-EcoSafe“ bauen und testen die Forscher unterschiedliche Lithium-Ionen-Batterien. (Foto: DLR)
Beim Projekt „Li-EcoSafe“ bauen und testen die Forscher unterschiedliche Lithium-Ionen-Batterien. (Foto: DLR)
14.11.2013

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und die Universität Ulm haben das Verbundprojekt „Li-EcoSafe“ ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ist es, die häufig in Elektroautos eingesetzten Lithium-Ionen-Batterien effizienter, kostengünstiger und sicherer zu machen, um so die die Alltagstauglichkeit und Akzeptanz von Elektrofahrzeugen zu verbessern.

"Um das Konzept der Lithium-Ionen-Batterie weiterzuentwickeln, sind für uns besonders die chemischen Reaktionen an den Grenzflächen zwischen Elektroden und Elektrolyten interessant. Denn sie beeinflussen die Eigenschaften der jeweiligen Batterie", erklärt Norbert Wagner, der das Projekt beim DLR-Institut für Technische Thermodynamik in Stuttgart betreut. So könne man neue Materialien für den Einsatz von Lithium-Ionen entwickeln oder die Oberfläche der Elektroden so gestalten, dass diese möglichst vorteilhafte Eigenschaften aufweise.

In dem Projekt entwickeln die Forscher unterschiedliche Lithium-Ionen-Batterien und testen sie in wiederholten Lade- und Entladevorgängen, die sich an Standardtestzyklen aus der Automobilindustrie orientieren. Dabei beobachten sie, wie sich die Speicherkapazität entwickelt und wie die Batterie sich in Grenzbereichen, beispielsweise bei hohen Temperaturen, verhält.

Zudem arbeiten die Wissenschaftler an neuartigen Messmethoden, um Vorgänge wie Spannungs- oder Kapazitätsverlust genauer zu erfassen und zu verstehen. Verfahren wie die sogenannte In-Situ-Diagnostik, die Messungen ermöglicht, während die Batterie in Betrieb ist, können in Zukunft zur Entwicklung komplexerer Batteriemanagementsysteme beitragen, die zum Beispiel Fahrern von Elektroautos auf Knopfdruck Informationen zur Batterie liefern können.

Jeannine Gehle

Verwandte Artikel:

Zukunft gestalten: KOSTAL ist Mitglied beim Bundesverband Energiespeicher

Fachmesse für Energiespeicher wechselt zur Intersolar Europe

Themen, die Sie interessieren könnten

VDE Renewables brachte im Vorfeld der Messe eMove 360˚ in München Experten und Stakeholder aus der Hersteller-, Zuliefer- und Finanzindustrie, der Versicherungswirtschaft sowie von Verbänden zusammen

Anlässlich der eMove 360˚ brachte VDE Renewables die Automobilbranche an einen Tisch mit dem Ziel, konkrete Lösungsvorschläge für „Nachhaltige E-Autos made in Germany“ als internationalen Benchmark zu erarbeiten und so Arbeitsplätze zu sichern.

Die Solarbranche geht gestärkt in die 2020er Jahre. Nach Schätzungen des Bundesverbands Solarwirtschaft e. V. (BSW) ist der Photovoltaik-Markt im vergangenen Jahr um rd. 30 % gewachsen. Auch der Inlandsabsatz für Solarstromspeicher legte nach BSW-Angaben zweistellig zu. Die damit einhergehende deutlich aufgehellte Branchenstimmung schlug sich auch in einer Stärkung des Verbands nieder: In seinem Jubiläumsjahr 2019 konnte der BSW mehr als einhundert neue Mitgliedsunternehmen gewinnen.

Mit dem integrierten VCOM CMMS bietet die Meteocontrol GmbH ein neues Produkt für die technische Betriebsführung von Photovoltaikanlagen an. Die Online-Plattform VCOM Cloud vereint die Prozesse von Monitoring und O&M und beschleunigt sie durch Digitalisierung. Betriebsführer sowie Servicetechniker haben Zugriff auf alle erforderlichen Informationen. Vor-Ort-Einsätze und Nachbearbeitung lassen sich effizient durchführen.

Fronius verschafft Hausbesitzern ihre eigene Photovoltaikanlage, ganz ohne initiale Anschaffungskosten. Diese kommen sofort in den vollen Genuss ihrer umweltschonenden Stromversorgung vom eigenen Hausdach. Gemeinsam mit einem Installateur-Partnernetzwerk und dem Grünstrom-Anbieter Awattar beschreitet Fronius diesen revolutionären Weg, um die Vision von 24 Stunden Sonne für jeden, voran zu treiben.