CellCube als Basis für eine Tankstelle der Zukunft

CellCube FB 200-400 Installation in Martigny, Schweiz (Foto: Gildemeister energy solutions)
CellCube FB 200-400 Installation in Martigny, Schweiz (Foto: Gildemeister energy solutions)
03.05.2016

Ein CellCube-Speichersystem von Gildemeister wird derzeit im schweizerischen Martigny als Basis für eine Tankstelle für batteriebetriebene E-Fahrzeuge sowie für Fahrzeuge mit Wasserstoff- und Brennstoffzellenantrieb getestet und weiterentwickelt. Die Leistung des Speichers auf Vanadium-Redox-Flow-Basis beträgt 200 kW, die Speicherkapazität 400 kWh.

Das Projekt ist am „Laboratory for Physical and Analytical Electrochemistry“ (LEPA) der „Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne“ (EPFL) angesiedelt und zielt darauf ab, eine Ladestation der Zukunft zu entwickeln, die Fahrzeuge mit kohlenstofffreier Energie versorgen kann. „Diese Ladestation ist in der Lage durch Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien sowohl elektrische als auch Wasserstoff und Brennstoffzellen-Fahrzeuge zu laden. Somit können die Grundlagen erforscht werden, welche den Übergang hin zu alternativen Antrieben ermöglichen“, so Lars Möllenhoff, Managing Director der GILDEMEISTER energy storage GmbH.

Ein CellCube FB 200-400 Vanadium-Redox-Flow Speichersystem bildet den Kern des gesamten Systems. Eine kleinere Version des Speichersystems, ein CellCube FB 10-40, wurde bereits vor einigen Jahren aufgestellt. Um das Projekt umzusetzen, wurde nun ein CellCube FB 200-400 mit einer Leistung von 200 kW und einer Speicherkapazität von 400 kWh in Martigny installiert. Als Steuerungszentrale steht der CellCube sowohl zur Beladung von batteriebetriebenen Fahrzeugen zur Verfügung als auch zur Steuerung bei der Erzeugung von Wasserstoff.

Der CellCube schützt die Tankstelle vor Störungen des Stromnetzes und regelt die Notstromversorgung bei Stromausfällen. Darüber hinaus übernimmt der Vanadium-Redox-Flow Speicher die verschiedenen Lastspitzen der Ladestation. Als das Herzstück des Systems bestimmt der CellCube wann Strom aus dem Netz bezogen wird, wann Strom ans Netz abgegeben wird oder wann Wasserstoff produziert wird. All diese Aufgaben werden laut Unternehmensangaben erfüllt, während der Speicher für eine Notstromversorgung während eines eventuellen Blackouts sorgen kann. „Im Laufe des Projekts soll die Steuerung dahingehend optimiert werden, dass ein Betrieb der Tankstelle rein über erneuerbare Energien möglich wird“, so Möllenhoff.

Hans-Christoph Neidlein / Gildemeister energy solutions